Es sind nur rund 800 Meter. Doch die Fertigstellung des Abschnitts vom Imbacher Weg zum Bahnhof Opladen lässt auf sich warten.

Es sind nur rund 800 Meter. Doch die Fertigstellung des Abschnitts vom Imbacher Weg zum Bahnhof Opladen lässt auf sich warten.
Auf der Balkantrasse, wie hier in Lützenkirchen, lässt es sich prima radeln. Doch noch immer ist nicht die komplette Trasse auf Leverkusener Stadtgebiet ausgebaut. Der Förderverein geht davon aus, dass frühestens 2019 der zweite Bauabschnitt verwirklicht werden kann.

Auf der Balkantrasse, wie hier in Lützenkirchen, lässt es sich prima radeln. Doch noch immer ist nicht die komplette Trasse auf Leverkusener Stadtgebiet ausgebaut. Der Förderverein geht davon aus, dass frühestens 2019 der zweite Bauabschnitt verwirklicht werden kann.

Doro Siewert

Auf der Balkantrasse, wie hier in Lützenkirchen, lässt es sich prima radeln. Doch noch immer ist nicht die komplette Trasse auf Leverkusener Stadtgebiet ausgebaut. Der Förderverein geht davon aus, dass frühestens 2019 der zweite Bauabschnitt verwirklicht werden kann.

Leverkusen. Der Leverkusener Teil der Balkantrasse ist nun fast vier Jahre eröffnet und die Abläufe in der Unterhaltung und Verkehrssicherung haben sich dank der Hilfe vieler ehrenamtlicher Helfer eingespielt. Allerdings kommt der Förderverein, der von der Stadt vertraglich verpflichtet wurde, die Verkehrssicherung für das gesamte Trassengrundstück von rund 16,5 Hektar Fläche zu übernehmen, allmählich an seine Grenzen. Ein Grund dafür sind auch Beschwerden von Anwohnern.

2017 konnten mehrere Projekte verwirklicht werden

Gerald Völker, der im Verein für diesen Bereich zuständig ist, berichtet von sich mehrenden Forderungen, dass der Verein auch Bäume und Büsche, die Privatgrundstücke tangieren, zurückschneiden oder fällen möge. Völker: „Für die Unterhaltung und Pflege des eigentlichen Radwegs, der nur etwa ein Viertel der Gesamtfläche ausmacht, würden die vorhandenen Kräfte und Mittel locker reichen.“

In seinem Jahresbericht 2017 listet der Förderverein mehrere Projekte auf, die erfolgreich abgeschlossen werden konnten. So konnte beispielsweise ein neuer Zugang im Bereich „Auf dem Bohnbüchel“ geschaffen werden. Dieses Projekt hatte eine langwierige und aufwendige Vorgeschichte und konnte erst durch einen Grundstückstausch der Stadt mit einem privaten Eigentümer verwirklicht werden. Die Fertigstellung ist noch nicht komplett, da wegen einer Forderung der Stadt als Ausgleichsmaßnahme unter anderem noch eine Hecke gepflanzt werden muss.

Außerdem wurde ein „Baumparcours Bienen“ bereits fertiggestellt, in Kürze soll ein „Baumparcours Mensch“ folgen. Dabei handelt es sich um eine Art Lehrpfad entlang der Trasse, bei dem gezeigt wird, wie wichtig Bäume für Bienen und für medizinische Zwecke sind. Erfreulich ist die mittlerweile große Mitgliederzahl des Fördervereins: Ihm gehören mittlerweile rund 2300 Mitglieder an.

Bei der Mitgliederversammlung wurde auch über den zweiten Bauabschnitt der Balkantrasse – vom Imbacher Weg bis zum Bahnhof Opladen – informiert. Während der erste Bauabschnitt ab Stadtgrenze Burscheid bis zum Zugang Imbacher Weg auf einer Länge von etwa 5,5 Kilometern bereits Ende Mai 2014 eingeweiht wurde, lässt die Fertigstellung des restlichen Teilstücks von rund 800 Metern weiter auf sich warten. „Es wurde immer auf sich hinziehende Verhandlungen mit der Bahn über den Ankauf der Resttrasse verwiesen. Bemerkenswert dabei ist allerdings, dass der sich anschließende Park- und Ride-Parkplatz an der Bahnhofsbrücke, in den der Radweg einmünden soll, im April eröffnet werden soll“, heißt es vom Förderverein.

Auf eine letzte Nachfrage teilte Leverkusens Baudezernentin Andrea Deppe dem Förderverein vor wenigen Tagen mit, dass die Maßnahme ausgeschrieben werden kann, sobald die Stadt Grundstücksflächen von der Bahn erworben hat und der Zuschussantrag von der Bezirksregierung genehmigt wurde. Wann dies jedoch der Fall sein werde, könne derzeit nicht vorhergesagt werden. Daher befürchtet der Förderverein, dass der zweite Bauabschnitt der Balkantrasse frühestens 2019 oder sogar noch später verwirklicht werden kann.

Auch beim Ausbau des Wupperweges – von der Kastanienallee bis zum Tierheim – zeigte sich die Stadt nach Angaben des Fördervereins bisher wenig kooperativ. „Die bisherige Führung des Radwegs über die und entlang der Bonner Straße ist unzumutbar – ganz zu schweigen von der Gefahr für Fußgänger und Radfahrer“, heißt es. Inzwischen ist der Ausbau des Wupperwegs von der Bezirksvertretung II beschlossen worden. Aufgrund dessen seien, so Baudezernentin Deppe auf Anfrage des Vereins, im städtischen Etat „f

ür das Jahr 2019 Planungsmittel etatisiert worden. Daher wird von Seiten der Verwaltung 2019 mit der Planung begonnen, sofern diese Mittel auch im künftigen Haushalt 2019 etatisiert bleiben“. Laut Förderverein wird dieser Ausbau mit rund 600 000 Euro kalkuliert, allein für die Planung des Ausbaus sind es 30 000 Euro.

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