Immer wieder werden Fundtiere aus Burscheid in das Heim in Wermelskirchen gebracht. „Das werden wir künftig nicht mehr leisten können“, sagt der seit einem Jahr tätige Vorsitzende Günter Leuerer.

Günter Leuerer ist Vorsitzender des Tierheims in Wermelskirchen.
Günter Leuerer ist Vorsitzender des Tierheims in Wermelskirchen.

Günter Leuerer ist Vorsitzender des Tierheims in Wermelskirchen.

Wieber

Günter Leuerer ist Vorsitzender des Tierheims in Wermelskirchen.

Burscheid/Wermelskirchen. Als vor wenigen Wochen eine Katze in Burscheid angefahren wurde und das Tierheim Wermelskirchen als Vermittler für eine Behandlung in einer Leverkusener Tierklinik geradestand, konnte dem Tier nicht nur geholfen, sondern es später auch in die Hände der Besitzerin übergeben werden.

Doch derartige Vorleistungen durch das benachbarte Tierheim sollen nach den Vorstellungen von Günter Leuerer künftig durch einen Etat gedeckelt werden, für den die Stadt Burscheid selbst finanziell geradesteht: „Natürlich geht die Hilfe in diesem Moment erst mal vor. Aber ich muss dieses Tierheim auch betriebswirtschaftlich führen. Das ist wie ein kleines Unternehmen“, sagt der Vorsitzende.

Geld für Tierhilfe kommt aus Wermelskirchen und Hückeswagen

Denn während Städte wie Wermelskirchen selbst mit 8000 Euro und Hückeswagen mit 3435 Euro zumindest einen kleinen Beitrag zur Tierhilfe leisteten, beteilige sich Burscheid nicht an dem Gesamtetat von 220 000 Euro. Davon kommen zwar etwa 80 000 Euro über die Vermittlung von Tieren zusammen, doch für den Löwenanteil des Budgets müssten mühsam Spender gefunden werden.

Dabei würden immer wieder Fundtiere aus Burscheid gebracht oder geholt und es würden Katzen aus Burscheid kastriert – ohne Gegenleistung. „Wir machen das, ohne einen Euro dafür zu bekommen. Und das werden wir künftig nicht mehr leisten können.“ Zumal das Tierheim künftig mit einem professionellen Fahrdienst für Tiertransporte zusammenarbeite. „Der ist dann nicht für Burscheid zuständig“, sagt Leuerer, der in Kürze Kontakt zu Bürgermeister Stefan Caplan aufnehmen wolle. Dem Vorsitzenden des Tierheims schwebt vor, dass sich Burscheid in einer finanziellen Größenordnung zwischen Wermelskirchen und Hückeswagen einbringt. „Das sollte irgendetwas dazwischen sein – ich denke an 5000 Euro.“

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