Dem Trainerwechsel zum Trotz muss noch einiges passieren, um den Abstieg sicher zu vermeiden. Aber es gibt Hoffnung.

Hilgen. Damit war mal gar nicht zu rechnen. Die Fußballer der TG Hilgen haben nicht nur den Saisonstart in die Kreisliga verpatzt, die Mannschaft rennt praktisch die gesamte Hinrunde dem Geschehen hinterher. Mit gerade einmal sieben geholten Punkten rangiert das Team tief in der Abstiegszone. Und bei fünf Zählern Rückstand zum rettenden Ufer wird sich die mittlerweile von Hajrush Islami trainierte Mannschaft enorm steigern müssen, um den sportlichen Super-Gau noch abwenden zu können. „Die Leistungen sind schon wesentlich besser geworden und die Ergebnisse zum Teil auch. Wir haben immerhin in den letzten sechs Spielen nur noch zweimal verloren und das gegen den Spitzenreiter und den Tabellenzweiten. Das macht doch viel Hoffnung“, betont Islami.

Zu einem relativ frühen Saisonverlauf baten Sebastian Dahlmann, Marcus Banken und Uwe Laumann Abteilungsleiter Klaus Nierhoff um die Auflösung ihres Engagements als Trainer der Mannschaft. „Das hat mich wie aus heiterem Himmel getroffen. Doch die Jungs haben in den vergangenen Jahren so viel Tolles für die TGH geleistet, dass ich ihrem Wunsch entsprochen habe“, sagte Nierhoff noch im alten Jahr. Die Wege zu Islami als A-Jugendtrainer waren kurz, der B-Lizenz-Inhaber wurde kurzerhand zum Chef befördert und wird künftig beide Mannschaften betreuen.

Durch das Hochziehen von Dennis Lemmer, Martin Taschka, Sergej Arnbrecht, Jonas Lauer, Florian Wülfing und Max Kittelmann ist der Kader nun nicht nur aufgefüllt, sondern auch wesentlich breiter aufgestellt. Daniel Eberle hört aus privaten Gründen auf, dafür soll allerdings noch ein im Kreis Remscheid bekannter Neuzugang für die Offensive kommen. „Wir wollen den Schwung aus dem alten Jahr mitnehmen und in jeder Begegnung vor allem durch großen Kampf überzeugen. Dazu habe ich die Hoffnung, dass die eigentlichen Leistungsträger schnell wieder zu ihrem alten Vermögen finden werden“, sagt Islami und verweist auf die Angreifer Jannik Grimberg und Jerome Wiendl, die immer mehr an ihre besten Leistungen anknüpfen. Auch die Defensivakteure Mickel Heller, Oliver Miebach, Mike Tauber sowie die Mittelfeldspieler Marco Treutler, Dennis Blaz, Sven Peters und Daniel Tauber befinden sich klar im Aufwärtstrend. Alles Anzeichen für eine wesentlich bessere Rückrunde mit einem Happy-End aus Hilgener Sicht – hoffentlich. lh

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