Nach dem 31:29-Auswärtserfolg in Mettmann ist der TG Hilgen der Aufstieg in die Regionalliga nicht mehr zu nehmen.

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Toller Rückhalt: Die rund 200 Hilgener Fans verwandelten auch die Halle an der Herrenhauser Straße in Mettmann zur Heimstätte und beflügelten damit die Mannschaft ein weiteres Mal.

Toller Rückhalt: Die rund 200 Hilgener Fans verwandelten auch die Halle an der Herrenhauser Straße in Mettmann zur Heimstätte und beflügelten damit die Mannschaft ein weiteres Mal.

Jürgen Venn

Toller Rückhalt: Die rund 200 Hilgener Fans verwandelten auch die Halle an der Herrenhauser Straße in Mettmann zur Heimstätte und beflügelten damit die Mannschaft ein weiteres Mal.

Hilgen. Diese Szenen wird man in Hilgen nicht so schnell vergessen. Das Jubel-Spiel mit den Fans, die Sektduschen der Aktiven und vor allem die Kahlrasur von Trainer Norbert Bothe.

Ein Stück Handballgeschichte haben die Oberliga-Handballer der TG Hilgen am Samstagabend geschrieben: Nach dem 31:29 (13:15)-Auswärtssieg beim Abstiegskandidaten Mettmann Sport liegt die Mannschaft uneinholbar auf Rang eins.

"Das alles ist nur ganz schwer in Worte zu fassen", meinte Bothe. Auch Leistungsträger Rainer Hantusch erlebte die Momente auf seine eigene Art und Weise, musste mit den Tränen kämpfen.

Bis es so weit war, mussten die Hilgener aber einmal mehr Schwerstarbeit verrichten. Die Kreisstädter kämpften beherzt um ihre Chance, lagen in Durchgang eins permanent vorne. Vor allem bekamen die Gäste Rückraumspieler Mike Schneider nicht in den Griff: Der Linkshänder traf zunächst nach Belieben.

Als sich die Hilgener dann darauf eingestellt hatten, erwies sich Mittelmann Alex Graf als Störfaktor. "Es spricht aber für die Mannschaft, dass wir erneut die Kurve bekommen haben", lobte Bothe seine Spieler.

Hilgen lag noch Mitte der zweiten Halbzeit mit 18:22 im Rückstand. Wie schon in den Vorwochen in Solingen und gegen Dülken sollte erst wieder ein Kraftakt die Entscheidung bringen. Durch eine Manndeckung gegen Mettmanns Mittelspieler brachte Bothe einen Bruch ins Spiel der Gastgeber, außerdem trafen die Hilgener endlich selbst aus der Distanz. Die Abwehr stand stabiler und die Ballgewinne konnten durch zahlreiche Konter vollendet werden.

"Dem Gegner fehlten am Ende Kraft und Konzentration und das haben wir eiskalt ausgenutzt", erklärte Bothe, der im Anschluss an die Begegnung eine Vereinbarung einzuhalten hatte. Nachdem sämtliche Jubelarien beendet waren, wurde dem Übungsleiter seine Günter-Netzer-Frisur auf einen Radikalschnitt von drei Millimetern Länge reduziert. "Das war ein Versprechen an die Mannschaft und dann trenne ich mich auch gerne von meinen Haaren", so Bothe.

Später ging es dann in die Kneipe "Zur Straße", wo bis in den Morgen gefeiert wurde.

 

TGH: Aumann, Merten (nicht eingesetzt), Hantusch (9), Heubel (8), Menzlaff (7), vom Stein (3), Kessel, Middendorf, Schwamberger (1), Dittmann, Lorenz, Opitz, Friedrich.

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