Auf dem Markt konnten Hobbygärtner am Samstag ihre Pflanzen abgeben.

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Die Auswahl fiel den zahlreichen Besuchern nicht leicht.

Die Auswahl fiel den zahlreichen Besuchern nicht leicht.

Die Auswahl fiel den zahlreichen Besuchern nicht leicht.

Burscheid. Graben, bücken, in der Erde wühlen - Gartenarbeit kann anstrengend sein. Aber wer einen Garten hat, nimmt das gern in Kauf. Der Lohn für die Mühe ist am Ende ein schön gestaltetes Fleckchen, in dem man seine Freizeit genießen kann.

Größere Pflanzen holten die Vereinsmitglieder persönlich ab

Oft tut es dem Hobbygärtner aber leid, sich von einer Pflanze zu trennen, die wegen ihrer Größe oder des Aussehens nicht mehr ins Gartenbild passt. Aber dafür gibt es ja die Pflanzentauschbörse des Obst- und Gartenbauvereins auf dem Burscheider Markt.

Am Samstagvormittag wurden dort Stauden und Blumen kostenlos zum Mitnehmen angeboten und Hobbygärtner konnten eigene Pflanzen, die sie nicht mehr brauchen, abgeben.

Trotz einiger kleinerer Schauer kamen die ersten Besucher der Tauschbörse bereits vor 9 Uhr. "Da waren wir noch gar nicht komplett mit Aufbauen fertig", sagte Irmtraud Vorkauf, Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins.

Das Angebot reichte von Erika, Stiefmütterchen und Christrosen über Lavendel und Salbei bis hin zu einigen Exoten. So erzählte Christine Lautz stellvertretende Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, "dass eine ältere Dame einen für hiesige Breitengrade ungewöhnlichen Zierkürbis abgegeben hat, der aus Afrika stammt".

Zwiebelpflanzen, die im Frühling blühen sollen müssen jetzt in die Erde. Im Herbst gesetzte Pflanzen können sich im Beet gut verwurzeln und im Frühjahr umso kräftiger wieder heraustreten.

Wer jetzt gesunde Triebspitzen vom Buchsbaum abschneidet und in Töpfe mit sandiger Erde steckt, kann sich im Frühsommer über Buchsnachwuchs freuen.

Zierrasen im Winter möglichst nicht betreten, weil die gefrorenen Grashalme sonst leicht abknicken und sich der Boden an diesen Stellen im Frühjahr braun färbt.

Kübelpflanzen zurückschneiden und an einen frostfreien, hellen Ort stellen.

Doch nicht jeder kam mit so etwas Handlichem wie einem Kürbis vorbei. Einige Besucher der Tauschbörse wollten gern auch größere Pflanzen aus ihrem Garten anbieten, waren aber allein mit dieser Kraftaufgabe überfordert.

Für diese Fälle hatte der Gartenbauverein vorgesorgt. So konnten sich Leute, die Probleme beim Ausgraben oder Transportieren ihrer Gewächse hatten, bei Reiner Popatnig melden und bekamen dann von ihm und seinen Helfern Unterstützung.

"Die Börse gibt mir die Möglichkeit, teilweise über Jahre liebgewonnene Pflanzen nicht zum Grünabfall bringen zu müssen, sondern sie hier abzugeben und vielleicht sogar noch jemandem damit eine Freude zu machen", erzählte Lydia Hawel.

In kleinen Gruppen wurde fleißig gefachsimpelt

Einige Besucher, wie Marianne Hirsteit, schlenderten nur über den Marktplatz, um zu schauen, was angeboten wurde. "Vielleicht finde ich was Schönes für den Steingarten. Und Lavendel, der riecht doch immer so gut".

Andere standen in kleinen Gruppen zusammen und fachsimpelten über verschiedenste Themen rund um den Garten. So ging es darum, welche Gewächse man am besten durch Abdecken vor der Kälte des kommenden Winters schützt und welche man ganz reinholen sollte oder sie zumindest irgendwo unterstellt. Außerdem wurde darüber gesprochen, welche Pflanzen im Winter einen hellen und welche einen dunklen Standort bevorzugen.

Damit den Besuchern beim ganzen Pflanzentauschen und Fachsimpeln nicht die Puste ausging, hatte der Verein einen kleinen Imbiss vorbereitet.

Etwas abseits des Geschehens stand Manfred Raven, und schaute sich die Zierkürbisse an. "Ich finde es gut, dass hier nicht nur Gartenpflanzen, sondern auch welche für drinnen zu finden sind. Wäre schön, wenn es so eine Veranstaltung im Frühjahr noch mal geben würde."

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