Der Platz auf dem Griesberg bekommt endlich eine Tartanbahn. Verantwortliche hoffen, dass damit auch wieder die Schulen verstärkt das Gelände nutzen und mehr Menschen das Sportabzeichen machen.

Sieht aus wie Rasen, ist aber keiner. Der Aschebelag auf der Bahn und an den Stirnseiten des Griesbergs wird von Grünzeug überwuchert. Vernünftig Sport treiben kann so niemand. Das soll jetzt ein Ende haben.  Archiv
Sieht aus wie Rasen, ist aber keiner. Der Aschebelag auf der Bahn und an den Stirnseiten des Griesbergs wird von Grünzeug überwuchert. Vernünftig Sport treiben kann so niemand. Das soll jetzt ein Ende haben. Archiv

Sieht aus wie Rasen, ist aber keiner. Der Aschebelag auf der Bahn und an den Stirnseiten des Griesbergs wird von Grünzeug überwuchert. Vernünftig Sport treiben kann so niemand. Das soll jetzt ein Ende haben. Archiv

Haase

Sieht aus wie Rasen, ist aber keiner. Der Aschebelag auf der Bahn und an den Stirnseiten des Griesbergs wird von Grünzeug überwuchert. Vernünftig Sport treiben kann so niemand. Das soll jetzt ein Ende haben. Archiv

Burscheid. Es war eine der Nachrichten des alten Jahres: Der längst auf den neuesten Stand gebrachte Kunstrasenplatz auf dem Griesberg bekommt eine Tartan-Außenbahn. Und zwar für einen nicht unerheblichen Betrag in Höhe von einer halben Million Euro. 80 Prozent dieser Investition wird vom Land gefördert.

Fußballer können nur über einen Teppich auf den Platz treten

Bislang sind die Zustände auf dem Platz am Griesberg eher noch abenteuerlich – wenn nicht gar steinzeitlich: Fußballer müssen über ein Teppichstück auf den Kunstrasenplatz treten, damit die Asche der Außenbahn nicht auf den grünen Untergrund gelangt. „Das klappt eigentlich gut“, sagt Eckhard Schnitzler, Jugendleiter des heimischen Vereins BV Burscheid. „Wir haben an jeder Ecke Bürsten, damit sich die Spieler die Schuhe säubern können, falls sie auf die Außenbahn müssen. Aber natürlich, das ist mühsam.“ Ebenso gebe es in der äußeren Absperrung keine Lücke, damit die Disziplin nicht in Vergessenheit gerät.

Doch nicht nur die Fußballer werden sich freuen, wenn sie – möglicherweise noch in diesem Jahr – in den Genuss eines modernen Fußballgeländes kommen. Auch die Leichtathleten sind bereits in den Startlöchern. „Wir bekommen erstmal eine vernünftige Laufbahn“, freut sich Ingeborg Kaften. Die 79-jährige ist seit fast 60 Jahren Übungsleiterin bei der BTG und für die Abnahme des Sportabzeichens zuständig. „Und ich renne jedes Jahr zu den Schulen, um eine Lanze für die Bundesjugendspiele zu brechen.“ Dies allerdings mit immer mäßigerem Erfolg. Nur noch die Montanusschule und die Grundschule Dierath seien in den vergangenen Jahren für das Sportereignis zu bewegen gewesen. Früher hätten die Bundesjugendspiele auch bei Haupt- und Realschule zum jährlichen Programm gehört.

„ich hoffe, dass das einen neuen Impuls für den Sport gibt“

„Mit einer attraktiven Laufbahn, wie sie jetzt gebaut werden soll, hoffe ich, dass es einen neuen Impuls gibt.“ Denn es sei besonders mühsam, auf der Aschebahn, die immer wieder von Unkraut überwuchert werde, zu laufen: „Es werden einfach die Zeiten nicht erreicht, da man sozusagen im Sumpf stecken bleibt.“

Ingeborg Kaftan hofft, dass mit der Erneuerung der Bahn auch die Stirnseiten des Platzes modernisiert werden. Für den Hoch- und Weitsprung. Disziplinen, die für das Sportabzeichen anerkannt werden. Dies könne auch dem Schulsport zugute kommen – und wäre für jene Aktive ein Segen, die das Sportabzeichen machen wollten, wie das Foto rechts deutlich beweist. Auch Eckhard Schnitzler hat diesen Wunsch. „Wir könnten dort Fußballtennis spielen.“

Das Geld stammt aus einem Sonderprogramm zur Förderung von sozial benachteiligten Stadtquartieren. Der städtische Eigenanteil für die Maßnahme betrage lediglich zehn Prozent, hieß es damals. Dann wurde der prozentuale Anteil auf 20 Prozent korrigiert. Im ersten Durchgang seien insgesamt 140 Maßnahmen in 77 Städten mit 25 Millionen Euro gefördert. Das Programm wird im Jahr 2018 fortgesetzt.

Bislang allerdings wüssten die BTG- und BVB-Vertreter weder etwas über einen geplanten Baustart noch über die Detailplanung selbst.

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