Bei der „Tango Soiree“ des Kulturvereins lernen die Teilnehmer den südamerikanischen Tanz kennen.

feurig
Tanzlehrer Kalle Burkhardt und seine Partnerin Martina Kaps zeigten im Badehaus, wie Tango argentino getanzt wird.

Tanzlehrer Kalle Burkhardt und seine Partnerin Martina Kaps zeigten im Badehaus, wie Tango argentino getanzt wird.

Barbara Sarx

Tanzlehrer Kalle Burkhardt und seine Partnerin Martina Kaps zeigten im Badehaus, wie Tango argentino getanzt wird.

Burscheid. „Etwas Flair von den Straßen oder irgendwelchen dunklen Hallen in Buenos Aires hineinzutragen“ war die Vorstellung des Kulturvereins Burscheid bei der „Tango Soiree“ am Samstag ab 18 Uhr im Badehaus.

Rote und schwarze Tücher zierten Säulen und Wände, gelbe und rote Lichter sorgten für ein Gefühl, dass man wohl sonst nur aus Argentinien kennt. Passend zu dem musikalischen Abend hingen an den Wänden expressionistische Bilder eines Realschulkurses aus der siebten Stufe, die Instrumente in verschiedensten Formen zeigten.

Bevor die erste halbstündige Tanzstunde begann, erklärte Tanzlehrer Kalle Burkhardt die Voraussetzung, um den Tango argentino zu tanzen: „Man muss laufen können!“ Mit lockeren Anfangsbewegungen, Humor und Erklärungen demonstrierte er mit Tanzpartnerin Martina Kaps die grundlegenden Schritte, die die Schüler eifrig umsetzten.

„Wenn man lächelt, hat man richtig getanzt“

Auch wenn es mal nicht ganz rund lief, hatte jeder Spaß, was bei dieser Tanzart das Wichtigste ist. Es gibt beim Tango argentino keine Regeln, an die man sich halten muss. „Wenn man mit einem Lächeln rausgeht, hat man richtig Tango getanzt“, sagt Kalle Burkhardt.

Ebenfalls besonders an dieser Tanzart ist, dass man ein gutes Gespür für den Partner braucht. Der Mann muss wissen, welche Schritte die Frau gehen kann, wo ihr Körperschwerpunkt liegt und sie entsprechend führen. Das hört sich kompliziert an, lässt sich aber mit ein bisschen Zeit lernen.

Die erste Tanzeinheit bestand aus Grundlagen, wie Blickführung und den ersten Schritten, welche bei vielen Paaren schon sehr flüssig und gekonnt aussahen. Passend dazu lief klassischer Tango und Neotango. Danach folgte eine Pause, in der man weitertanzen, von Nachos naschen oder argentinischen Wein probieren konnte.

In der zweiten Hälfte wurde es dann mit dem „Ocho“, bei dem man durch die Schrittfolge quasi eine Acht auf den Fußboden malt, etwas anspruchsvoller.

„Es ist entspannt und man lernt mal etwas Neues“, sagte Steffi Roppel, die mit ihrem Mann Michael viel Spaß an den Tanzschritten hatte. Jelle von Dryander, die Vorsitzende des Kulturvereins, kann sich vorstellen, zweimal im Jahr einen Tanzabend zu organisieren – was nach den vielen begeisterten Schülern wohl zu erwarten ist.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer