Ein einstündiger Guss bringt den offiziellen Abschluss der Umweltwoche nicht aus dem Konzept. Bis zum frühen Abend kommen über 3000 Besucher.

Ein einstündiger Guss bringt den offiziellen Abschluss der Umweltwoche nicht aus dem Konzept. Bis zum frühen Abend kommen über 3000 Besucher.
Diese Jungen und Mädchen üben sich auf dem Markt im Ringelnatter-Spiel. Und setzen sich gleichzeitig als Juniorranger für die kleinen Schlangen ein – und damit natürlich für den Erhalt von Biotopen.

Diese Jungen und Mädchen üben sich auf dem Markt im Ringelnatter-Spiel. Und setzen sich gleichzeitig als Juniorranger für die kleinen Schlangen ein – und damit natürlich für den Erhalt von Biotopen.

Förster Karl Zimmermann darf nicht auf dem Umweltmarkt fehlen: Er bastelt mit den Kindern Wildschweine oder Hasen aus Holz.

Die Wächter des Waldes der Kita Arche Noah: Die Tiere im Wald (links) werden von den Erwachsenen (rechts) gestört, doch danach wird Frieden geschlossen.

Doro Siewert, Bild 1 von 3

Diese Jungen und Mädchen üben sich auf dem Markt im Ringelnatter-Spiel. Und setzen sich gleichzeitig als Juniorranger für die kleinen Schlangen ein – und damit natürlich für den Erhalt von Biotopen.

Burscheid. Der Umweltmarkt in der unteren Hauptstraße läuft gerade auf Hochtouren, da platzt eine Regenguss in die Party, der sich gewaschen hat. Eine Stunde lang öffnen sich die Luken und viele glauben, dass damit die Veranstaltung hinweggespült ist. Doch mit vier Worten bettet Moderator Frank Jeschke das Naturereignis charmant zum Motto des Tages ein und legt es zu den Akten: „Das ist halt Umwelt.“

Die Umwelt hat am Freitag in Burscheid aber viel mehr zu bieten als – zugegebenermaßen – viele Regentropfen. Vor der Bühne in der Kirchenkurve prasselt der Applaus von beeindruckten Zuschauern für die großen Profis – und vor allen Dingen die kleinen Laien. Die beiden Fußball-Freestyler Nina Windmüller (29) und Mehmetcan Örücü (27) lassen die Augen kleiner Kicker funkeln, als sie den Ball auf Füßen, Kopf und im Nacken balancieren. „Da ist kein Magnet drin“, verspricht Mehmetan Örücü.

Zuvor funkeln auch die Augen der Erwachsenen. Und vielleicht rollt auch das eine oder andere Tränchen, als Kita-Kinder auf der Bühne Umweltaufführungen zeigen, die auch manch professionellem Kindertheater eine gute Anleitung hätten sein können. „Ich bin ein kleiner Kompostwurm und lebe in einem Kompostturm“, schallt es da aus den Kehlen der „Sonnenblumen-Kinder“.

Wäscheklammern als Stacheln für den kleinen Igel

Auch die Mädchen und Jungen der Arche Noah – und natürlich deren Erzieherinnen – haben ihre Hausaufgaben gemacht. Als „Wächter des Waldes“ zeigen sie ein Stück über die intakte Natur im „Dreibäumewald“ – bis die Menschen dort ein Picknick machen und ihren Müll überall hinwerfen. Liebe zum Detail (die Stacheln des Igels werden mit Wäscheklammern dargestellt) und Improvisationsfähigkeit machen die Aufführungen aus: Schnell wurde ein Pappbaum für einen erkranktes Darstellerkind aus dem Hut gezaubert.

Fast läuft es so harmonisch und rund an diesem Tag, dass man geneigt ist zu vergessen, warum die Umwelt es eigentlich nötig hat, sich so intensiv um sie zu kümmern. Wäre da nicht diese Sintflut am Mittag wie ein symbolischer Fingerzeig von oben gekommen.

Uwe Graetke, der bei der Stadt für die Organisation und den Ablauf der Umweltwoche verantwortlich ist. „Land unter war zu der Zeit, als wir eigentlich sowie eine Pause machen wollten.“ Er glaubt, dass über 3000 Besucher über den ganzen Tag gekommen sind. „Ich bin sehr zufrieden.“

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