Nach 16 Monaten Preisstabilität ist ab November eine Erhöhung geplant.

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Die Hoffnungen auf eine weitere Preissenkung haben sich nicht erfüllt: Stadtwerke-Geschäftsführer Siegfried Thielsch.

Die Hoffnungen auf eine weitere Preissenkung haben sich nicht erfüllt: Stadtwerke-Geschäftsführer Siegfried Thielsch.

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Die Hoffnungen auf eine weitere Preissenkung haben sich nicht erfüllt: Stadtwerke-Geschäftsführer Siegfried Thielsch.

Burscheid. In den vergangenen anderthalb Jahren sind die Gastarife in Burscheid zu den Quartalswechseln entweder gesenkt worden oder blieben stabil. Aber diese vergleichsweise angenehme Phase neigt sich jetzt dem Ende zu. Etwas zeitverzögert um 1. November planen die Burscheider Stadtwerke wieder eine Erhöhung der Preise um vier Prozent.

Derzeit arbeitet Stadtwerke-Geschäftsführer Siegfried Thielsch an den entsprechenden Vorlagen für die Aufsichtsratssitzung am 31. August. Stimmt das Gremium der Erhöhung zu, wird die Kilowattstunde Gas in zweieinhalb Monaten um 0,2 Cent plus Mehrwertsteuer teurer.

Damit können die Stadtwerke ihre im vergangenen Dezember abgegebene Prognose nicht halten, unter bestimmten Umständen würden die Tarifpreise zum 1. Oktober dieses Jahres sogar weiter gesenkt.

"Damals lagen die Heizölpreise bei 40 Euro pro Hektoliter. Inzwischen bewegen sie sich um die 55 bis 56 Euro", nennt Thielsch den Grund dafür und verweist damit auf die Ölpreisbindung der Gastarife.

Aber die Verbesserungen für die Burscheider Gaskunden durch den günstigeren Vertragsabschluss mit Zulieferer Eon Ruhrgas blieben ja bestehen. Die Entlastungen belaufen sich auf insgesamt 4,5 Millionen Euro.

Zuletzt waren die Tarife in Burscheid zum 1. Januar, 1. April und 1. Juli 2009 gesenkt worden und seither stabil geblieben - bis November über einen Zeitraum von 16 Monaten. Nach Thielschs Angaben zeigt aber eine Musterrechnung für ein freistehendes Einfamilienhaus (Jahresverbrauch: 30 000 Kilowattstunden), dass die Kosten auch nach der geplanten Erhöhung noch 24,7 Prozent unter den Preisen zum Jahresende 2008 liegen.

Neue Tarife sollen möglichst ein Jahr Bestand haben

"Viele andere Unternehmen erhöhen um 10 oder gar 15Prozent, ein Anbieter senkt aber auch die Tarife um 10 Prozent. Aber er liegt damit immer noch nicht unter unseren", vergleicht der Geschäftsführer. Schließlich hätten die Stadtwerke beim Wibera-Gaspreisspiegel zum Jahresbeginn unter NRW-weit 136 Gasversorgern auf Platz 12 der günstigsten Anbieter gelegen.

"Und wir hoffen, dass wir mit den neuen Tarifen zumindest den Winter schaffen. Eigentlich wollen wir die Preise aber bis zum 1.Oktober 2011 stabil halten."

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