Nur der Bereich des Radwegs, den Burscheid finanziert, wird städtischer Besitz. Der Ausbau soll in Kuckenberg enden.

Abschiedsglocke: Bürgermeister Hans Dieter Kahrl hat am Dienstag die letzte Ratssitzung seines Berufslebens geleitet.
Abschiedsglocke: Bürgermeister Hans Dieter Kahrl hat am Dienstag die letzte Ratssitzung seines Berufslebens geleitet.

Abschiedsglocke: Bürgermeister Hans Dieter Kahrl hat am Dienstag die letzte Ratssitzung seines Berufslebens geleitet.

Jürgen Venn

Abschiedsglocke: Bürgermeister Hans Dieter Kahrl hat am Dienstag die letzte Ratssitzung seines Berufslebens geleitet.

Burscheid. Es ist der vorgezogenen Kommunalwahl geschuldet: Der neue Rat ist schon gewählt, aber Dienstagabend trat zum letzten Mal noch der alte zusammen - und erlebte zugleich die letzte Leitung einer Ratssitzung durch Bürgermeister Hans Dieter Kahrl. Genug Anlässe für ein Abschiedsfoto: Vor der Sitzung baute sich die geballte Kommunalpolitik für die Fotografin auf.

In der Sitzung selbst wurden dann die neusten Entwicklungen zum Radweg auf der Bahntrasse öffentlich, die zuvor schon in interfraktionellen Gesprächen vorgestellt worden waren. Die wesentlichsten Punkte: Die Stadt wird nur Eigentümerin der Teile, die sie auch selbst mitfinanziert; die Kosten insgesamt steigen; zur Kostenreduzierung soll der Ausbau in Kuckenberg enden; die Sanierung dreier Brücken wird in die Radwegeplanung integriert.

Die ursprüngliche Absicht der Stadt, mit dem Radweg auch die gesamte Bahntrasse in ihren Besitz zu bringen, hat sich zerschlagen. Die Stadt wird nur die 4,2 Kilometer kaufen, die auch in ihren Zuständigkeitsbereich fallen, weil es parallel bereits Bundesstraßen mit Radwegen gibt. Die 2,9 Kilometer, für die der Bund zuständig ist (und die er zu 100 Prozent finanziert), will er dann auch selbst besitzen.

Für die weitere Planung bringt das laut Kahrl aber kaum Nachteile. Sollte nach der 20-jährigen Zweckbindung doch noch eine Straße entstehen sollen, würden die Grundstücke ohnehin kostenlos an den Baulastträger übertragen. Gesichert bleibt die Trasse auch mit zwei unterschiedlichen Eigentümern.

Aber der städtische Anteil für den Radweg steigt - um 110000 Euro auf gut 440.000Euro. Begründet wird das mit höheren Kosten für die Herrichtung der Brücken, den Freischnitt und die Absturzsicherungen entlang des Radweges.

Kürzerer Ausbau reduziert Kostensteigerung

Für sieben Ratsmitglieder war die gestrige Sitzung ihre letzte: Sie sind im neuen Rat nicht mehr vertreten und wurden von Bürgermeister Kahrl verabschiedet. Von der CDU sind das Petra Doussier, der planungspolitische Sprecher Jürgen Weidemann und Heinz Wilgenbusch, Vorsitzender der Senioren-Union, von der SPD der planungspolitische Sprecher Ralf ten Haaf und Achim Troike, von der UWG Gerhard Hünicke und von den Grünen Edith Mennen, Vorsitzende des Integrationsrates.

Eigentlich hätte auch die frühere Interims-Vorsitzende der CDU, Sylvia Leide, den Rat verlassen. Aber Neuling Björn Wigger, erfolgreicher Direktkandidat im Wahlbezirk 4, kann sein Ratsmandat aus beruflichen Gründen nicht antreten. Daher rückt Leide in den Rat nach.

Erstmals oder nach Unterbrechungen wieder neu im Rat sitzen ab November 16Kommunalpolitiker: für die CDU Horst Buttkus, Daniel Gehrmann, Jan Harenkamp, Christian Mikus und Peter Tilmans, für die SPD Dennis Becker und Daniel Jagla, für das BfB Stefan Bublis, Bernhard Cremer, Fernando Figueiredo Cabete, Volker Höttgen, Thomas Kaps und Giovanna Lombardo Marrocu, für die Grünen Heidi Neumann, Jürgen Witthohn und Sabine Wurmbach sowie für die FDP Ulrich Conrads.

Um diese Kostensteigerung wieder in den Griff zu bekommen und auf 32000 Euro zu reduzieren, soll der Ausbau nicht mehr bis zur Stadtgrenze von Leverkusen führen, sondern in Kuckenberg enden. Sollte sich Leverkusen eines Tages doch noch dem Radweg auf der Trasse anschließen wollen, gebe es aber Zusagen, auch das letzte Stück auf Burscheider Gebiet noch mit öffentlicher Förderung ausbauen zu lassen.

Teil der Radwegeplanung sind jetzt auch der Ersatz für die Brücke Ösinghausen (Erddamm mit Radwegtunnel für 355000 Euro) und die Sanierung der Brücken Rötzinghofen und Kuckenberg. Zumindest für die Brücke Ösinghausen ist auf diesem Weg schon ein Zuschuss von 75 Prozent der Kosten gesichert. Die Hoffnung der Stadt ist, dass diese Förderung seitens der Bezirksregierung auch für die anderen beiden Brücken gewährt wird.

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