Fast schon im Rentenalter hat Harald Weisweiler Tai Chi und Karate-Do für sich entdeckt.

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Auch n seinem Büro kann der Feuerwehrchef von Federal-Mogul, Harald Weisweiler, die Tai-Chi-Übungen absolvieren. (Fotos (2): Barbara Sarx)

Auch n seinem Büro kann der Feuerwehrchef von Federal-Mogul, Harald Weisweiler, die Tai-Chi-Übungen absolvieren. (Fotos (2): Barbara Sarx)

Auch n seinem Büro kann der Feuerwehrchef von Federal-Mogul, Harald Weisweiler, die Tai-Chi-Übungen absolvieren. (Fotos (2): Barbara Sarx)

Burscheid. "Früher musste ich mich morgens beim Anziehen schon mal festhalten, um das Gleichgewicht zu bewahren. Damit habe ich heute keine Probleme mehr", versichert Harald Weisweiler.

Seit etwa zwei Jahren geht der 62-jährige Chef der Werksfeuerwehr von Federal-Mogul regelmäßig zum Tai Chi und den Karate-Do-Stunden beim BS Leichlingen. "Ich bin jeden Morgen mit dem Rad unterwegs. Während einer Pause an der Sengbachtalsperre habe ich einen älteren Herrn beobachtet, der Tai Chi-Übungen gemacht hat. Das fand ich spannend, weil dabei im Gegensatz zum Radfahren alle Muskeln trainiert werden", erklärt Weisweiler

Das sieht auch sein Trainer Alexander Haase so: "Uns geht es nicht um Wettkämpfe, sondern vor allem um den Gesundheitssport", sagt der Heilpraktiker, der in Solingen seine Praxis hat, und seit über 15 Jahren, die beiden Gruppen beim BS leitet.

Angesprochen werden sollen mit der Karate-Do-Gruppe vor allem Leute zwischen 30 und 60Jahren, die etwa einen Bandscheibenvorfall hatten, oder die überhaupt etwas für ihren Körper tun wollen.

Karate-Do nutzt die Bewegungsformen von Karate

"Wir nutzen beim Karate-Do nur die Bewegungsformen von Karate, um Menschen zu zeigen, wie sie sich bis ins hohe Alter fit halten und ihre Ressourcen pflegen können."

T’ai-Chi-Ch’uan, kurz Tai Chi oder chinesisches Schattenboxen genannt, ist eine im Kaiserreich China entwickelte innere Kampfkunst.

In China ist Taijiquan ein Volkssport, und in den Parks der Städte sieht man in den Morgenstunden tausende Menschen beim Üben der Bewegungen.

Im Zentrum des Übens von Tai Chi steht meistens eine so genannte Form, ein klar umschriebener Bewegungsablauf aufeinanderfolgender, meist fließender Bewegungen

Das Gleiche gelte auch für die Tai Chi-Gruppe, bei der Interessierte zwischen 30 und etwa 70 Jahren mitmachen können. "Dafür muss man lernen, wie man loslässt. Die Muskeln werden zwar auch beansprucht. Es geht aber nicht gezielt darum, sich anzustrengen", weiß Haase.

Harald Weisweiler ist auf jeden Fall mit dem bislang erreichten mehr als zufrieden. "Ich bin deutlich beweglicher geworden. Früher hatte ich Mühe, meinen Fuß auf den Tisch zu bekommen. Heute schaffe ich das mit der Fensterbank und kann gleichzeitig mit den Händen noch den Boden berühren." Auch beim jährlichen Gesundheitscheck der Feuerwehr hat sich der Besuch der Kurse bezahlt gemacht.

Service: Die Karate-Do-Gruppe trifft sich immer dienstags um 20 Uhr in der Sporthalle der Realschule Leichlingen, die Tai- Chi-Gruppe hat ihre Treffen mittwochs, 20 Uhr, in Roderbirken. Nähere Infos gibt es im Internet unter www.bs-leichlingen.de

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