Über 50 Kinder ziehen in Gruppen durch die Stadt. Für die diesjährige Aktion liegen 250 Anmeldungen vor.

Zwei Sternsingergruppen machten am Samstag auch Station im Evangelischen Altenzentrum auf der Schützeneich.
Zwei Sternsingergruppen machten am Samstag auch Station im Evangelischen Altenzentrum auf der Schützeneich.

Zwei Sternsingergruppen machten am Samstag auch Station im Evangelischen Altenzentrum auf der Schützeneich.

Nicole Haase

Zwei Sternsingergruppen machten am Samstag auch Station im Evangelischen Altenzentrum auf der Schützeneich.

Burscheid. Eine Reihe strahlender Kindergesichter erscheint im Vorraum des Evangelischen Altenzentrums auf der Schützeneich. Sie tragen stolz ihre selbstgebastelten goldenen Kronen und Sterne in orientalisch anmutenden farbigen Gewändern.

Ihr Gesang lockt die Bewohner des Altenzentrums aus ihren Zimmern in die Aufenthaltsräume und spätestens jetzt wird es auch in diesem Teil Burscheids den Menschen bewusst: Die Sternsinger sind wieder in der Stadt unterwegs. In Dreier- bis Vierergruppen sind sie eingeteilt, jeweils bestehend aus drei Königen und wenn möglich einem gesonderten Sternträger, dazu die Spendendose – und ein wetterfestes Din-A4-Blatt mit möglichen Segenstexten und den drei Liedvorschlägen „Stern über Bethlehem“, „Gottes Segen blühe auf“ und „wir kommen daher aus dem Morgenland“. Die Kinder zeichnen seit dem Morgen ihre Botschaft an die angemeldeten Häuser und überbringen die damit verbundenen Segenswünsche.

Segenswunsch: „Christus segne dieses Haus“

„*20 C+M+B+15“ ist offiziell die Abkürzung für „Christus mansionem benedicat“ (= Christus segne dieses Haus). Im Volksmund stehen die Buchstaben aber traditionell auch für die Dreikönigsnamen Caspar, Melchior und Balthasar, die Zahlen 20 und 15 ergeben zusammengesetzt die neue Jahreszahl. Der Stern symbolisiert den Morgenstern, dem die Heiligen Drei Könige gefolgt sind. Und die drei Kreuze stehen für die Dreifaltigkeit.

Selbst Schneeregen und Wind kann die Sternsinger am Samstag und Sonntag nicht davon abhalten, ihren Weg durch die Stadt zu ziehen um dabei auch für eine ganz besondere Aktion aufmerksam zu machen: „Segen bringen, Segen sein – Gesunde Ernährung für die Kinder auf den Philippinen und weltweit“ lautet in diesem Jahr das Motto der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder in Not.

Die Aktion war den Kindern bereits am Freitag durch Willi Weitzel (bekannt von „Willi will‘s wissen“) in einem Film vorgestellt worden. 56 Kinder aus Burscheid und Hilgen, darunter Erstkommunionkinder, Messdiener, Kinder aus der katholischen, aber auch aus der evangelischen Gemeinde, hatten sich zusammengefunden, um an der 57. bundesweiten Aktion des Kindermissionswerks teilzunehmen.

15 bis 20 Stationen pro Gruppe

Dabei haben sie einiges vor sich, denn für dieses Jahr gingen in der Pfarrgemeinde St. Laurentius 250 Anmeldungen für einen Besuch der Sternsinger ein. Laut Diakon Reimund Scheurer besuchen die einzelnen Gruppen ungefähr 15 bis 20 Stationen innerhalb der Stadt. Scheurer ist aber optimistisch, dass alle angemeldeten Häuser besucht werden können, weil so viele Kinder mitmachen.

Allerdings musste am Samstag eine Gruppe wetterbedingt aufhören, da die kleinen Sänger erschöpft von der bisherigen Route waren. Deshalb kamen auch nur zwei statt der ursprünglich drei geplanten Gruppen ins Altenzentrum und teilten sich auf die drei Wohnbereiche auf. Dort konnten die Kinder die Senioren zur Kaffeezeit mit ihrem Gesang erfreuen, einige Bewohner stimmten sogar mit ein.

Pfarrer Temur Bagherzadeh nutzte die Gelegenheit, den Senioren und Seniorinnen ein frohes neues Jahr zu wünschen und Gottes Segen für die kommende Zeit. Abschließend durften sich die Kinder für ihren weiteren Weg mit Getränken und Gebäck stärken. Denn sie haben noch viel vor: Bis zum Abschluss der Aktion in der Familienmesse am kommenden Sonntag besuchen die Burscheider Sternsinger neben vielen Privathäusern am Dienstag auch noch das Rathaus und Bürgermeister Stefan Caplan.

www.sternsinger.org

 

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