Der Aufschwung in Hilgen und das neue Megaphon zählen mit zu den positivsten Entwicklungen.

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Das Gelände in der Montanusstraße, auf dem ab Sommer 2011 das neue Jugendzentrum gebaut wird. Gleich daneben entsteht im kommenden Jahr der Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse.

Das Gelände in der Montanusstraße, auf dem ab Sommer 2011 das neue Jugendzentrum gebaut wird. Gleich daneben entsteht im kommenden Jahr der Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse.

Doro Siewert

Das Gelände in der Montanusstraße, auf dem ab Sommer 2011 das neue Jugendzentrum gebaut wird. Gleich daneben entsteht im kommenden Jahr der Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse.

Burscheid. Die Burscheider nehmen bei aller Kritik auch die positiven Entwicklungen der Stadt sehr genau zur Kenntnis. Und der geplante Radweg auf der Bahntrasse rangiert zumindest bei den Teilnehmern des Bürger-Barometers ganz oben - dicht gefolgt von dem atemberaubenden Aufschwung in Hilgen und dem kommenden Jugendzentrum.

Beim Radweg sind die nächsten Weichen bereits gestellt. Am 3. Januar sollen die Freischnittarbeiten beginnen und bis Ende Februar auch abgeschlossen sein. Denn dann beginnt wieder der besondere Schutz für Nist- und Brutstätten, der Freischnittarbeiten bis September verbietet.

Die Bauarbeiten werden im Mai 2011 aufgenommen und bis zum Jahresende dauern. Letzte Arbeiten wie die Beschilderung sind für 2012 geplant. Bei der Stadt überlegt man schon, welche Ansiedlungen entlang der Trasse den Radweg noch attraktiver machen können.

Auch das etwas entlegene Bad könnte zu den Profiteuren gehören. Und das Altenzentrum erhält in dem Zuge seine lang ersehnte fußläufige Anbindung zur Innenstadt.

Beim Jugendzentrum läuft noch das Baugenehmigungsverfahren. Derzeit geht man im Rathaus von einem Baubeginn Mitte des kommenden Jahres aus.

Den bürgerschaftlich organisierten Aufschwung in Hilgen verfolgt Bürgermeister Stefan Caplan mit demselben Staunen wie alle anderen Beobachter, die die Entwicklung der zurückliegenden zweieinhalb Jahre begleitet haben.

Jüngstes Beispiel war der Nikolausmarkt am 2. Advent. Jede neue Idee wird in Hilgen dankbar aufgenommen und lockt gleich Hunderte an. Und ein Ausbau ist schon in Planung: Der Initiativkreis hat noch eine Reihe Buden in der Hinterhand.

Zwischenzeitliche Entlastung bei den Abwassergebühren

Gefragt nach den negativsten Entwicklungen, lasten nach dem nicht repräsentativen Stimmungsbild des Bürger-Barometers die kommunale Finanzkrise und die explodierenden Abwassergebühren gleichermaßen auf den Burscheidern. Zumindest bei Letzteren können sie aber auf eine zwischenzeitliche Entlastung hoffen.

Am 16. Dezember berät der Verwaltungsrat der Technischen Werke die Abwassergebühren für 2011. Eine aktuelle Bestandsaufnahme aus der Luft hat mehr versiegelte Flächen ergeben, als bisher bei der Stadt gemeldet. Weil sich die Kosten entsprechend stärker verteilen, wird es zu einer Gebührensenkung bei der Regenwasserbeseitigung kommen.

Gleiches gilt auch beim Abwasser - vor allem, weil es eine Rückzahlung des Wupperverbandes gegeben hat. Perspektivisch ist allerdings mit einem weiteren Anstieg der Abwassergebühren zu rechnen. Im Rathaus arbeitet man daher daran, möglicherweise bestimmte gesetzliche Investitionsvorgaben zeitlich zu strecken und so die Zusatzbelastungen zu mildern.

Wenig Gutes verheißt dagegen zum derzeitigen Zeitpunkt die weitere Finanzentwicklung Burscheids. Von 2011 bis 2013 rechnet die Kämmerei Jahr für Jahr mit einem strukturellen Defizit von weiteren fünf Millionen Euro. 2014 oder 2015 wird so das Eigenkapital der Stadt aufgezehrt sein. Ab dann gilt sie als überschuldet.

» Nächste Folge: Haushaltskrise (Mittwoch, 15. Dezember)

» bisher erschienen: Einzelhandel (27.11.), Wochenmarkt (1.12.), Verwaltung (4.12.), Innenstadt (8.12.).

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