Das Werben um junge Familien bleibt eine der Hauptaufgaben.

Burscheid. Die Teilnehmer am Bürger-Barometer sorgen sich um die Überalterung der Stadt. Bei der Frage nach der Bewertung der Zukunftschancen Burscheids war das die meistgewählte Antwort. Aber zugleich schätzt die Hälfte der Befragten die günstige Lage der „gemütlichen Wohnstadt“.

Dass der demografische Wandel die Stadt verändern wird, steht außer Zweifel. Gerade die Meldungen der vergangenen Wochen und Monate zeigen aber auch, dass es Reaktionen auf diese Entwicklung gibt. Gleich an drei Stellen in der Luisenstraße und in der Altenberger Straße sind seniorengerechte Wohnprojekte mit angegliederter Betreuung in der Planung oder schon in der Realisierungsphase.

Doch allein mit der Anpassung an die geänderten Bedürfnisse für ein Leben im Alter ist es nicht getan. Auf der anderen Seite will und muss die Stadt attraktiv bleiben für Familien mit Kindern. „Wir setzen auf zentrumsnah gelegene Wohnbauflächen mit kurzen Wegen zur Innenstadt, zu den Schulen und Kindergärten, und eine weiterhin gute Entwicklung der Kindergartenplätze für unter Dreijährige“, sagt Bürgermeister Stefan Caplan.

Wohl und Wehe der Stadt hängt aber auch von der finanziellen Situation ab. Und vor diesem Hintergrund, muss auch Caplan einräumen, seien die Zukunftschancen „nicht gerade als rosig zu beurteilen“, sondern eher düster. Gerade deshalb seien Kreativität und auch die Hilfe Dritter gefordert.

Die planerische Steuerung im Rathaus versucht derweil Wohn- und Gewerbeinteressen zu verbinden. Langfristig soll ein breiterer Mix mittelständischer Unternehmen die Stadt krisenunabhängiger machen. Aber die neuen Gewerbegebiete in Linde/Irlen und Straßerhof sollen auch nicht am Image der gemütlichen Wohnstadt im Grünen kratzen. In Linde/Irlen scheint das gelungen, in Straßerhof werden erst die ersten Ansiedlungen eine Bewertung ermöglichen.

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