In Burscheid galt sein Engagement vor allem der Stadtentwicklung.

In Burscheid galt sein Engagement vor allem der Stadtentwicklung.
Ralf ten Haaf starb am Samstag mit 61 Jahren.

Ralf ten Haaf starb am Samstag mit 61 Jahren.

Wehrenberg

Ralf ten Haaf starb am Samstag mit 61 Jahren.

Burscheid. Was sinnvoll ist für die planerische Entwicklung der Stadt, darüber hat sich Ralf ten Haaf viele Gedanken gemacht. Seit der Jahrtausendwende war er planungspolitischer Sprecher der SPD und saß ab 2004 auch im Rat. Jetzt ist der langjährige Kommunalpolitiker im Alter von 61 Jahren gestorben.

Spannungsfrei war das Verhältnis zur Burscheider SPD nicht immer. Für die Kommunalwahl 2009 wurde ten Haaf erst nur auf einen chancenlosen Listenplatz gewählt, nach der Wahl aber doch wieder als planungspolitischer Sprecher gewonnen. 2014 kehrte er in den Rat zurück, legte sein Mandat aber wenige Monate später nach einem Zerwürfnis mit dem Fraktionsvorsitzenden Klaus Becker nieder.

Rückhalt gab es in der Phase aus der SPD-Kreistagsfraktion, der er als sachkundiger Bürger angehörte und für die er seit 2009 im Regionalrat saß. Auch bei den übrigen Burscheider Fraktionen und in der Verwaltung genoss ten Haaf wegen seiner Sachkenntnis und seiner unideologischen Diskussionsbereitschaft hohes Ansehen.

Gebürtig stammte ten Haaf aus Düsseldorf. Beim Psychologiestudium lernte er seine spätere Frau Claudia Seydholdt kennen, heute stellvertretende Landrätin im Rheinisch-Bergischen Kreis. In den 1980er Jahren war er mal Geschäftsführer der SPD Wermelskirchen und arbeitete später als Immobilienmakler.

2006 wurde bei ten Haaf ein aggressiver Hirntumor diagnostiziert, der in der Regel nur noch eine kurze Lebensdauer ermöglicht. Der Politiker ging offen mit seiner Erkrankung um, überstand in den Folgejahren fünf schwere Hirnoperationen und war bis in den Herbst 2015 weiter politisch aktiv. Zuletzt war er im Vinzenz-Palotti-Hospiz in Bensberg untergebracht, wo er auch am Samstag im Beisein seiner Frau starb.

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