Die Realschule stellte sich und ihre vielen Projekte und Angebote vor.

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In der Judo-Halle der Realschule konnten die Besucher des Tags der offenen Tür erste Griffe der Kampfsportart lernen.

In der Judo-Halle der Realschule konnten die Besucher des Tags der offenen Tür erste Griffe der Kampfsportart lernen.

Barbara Sarx

In der Judo-Halle der Realschule konnten die Besucher des Tags der offenen Tür erste Griffe der Kampfsportart lernen.

Burscheid. Viel Trubel herrschte am Samstagvormittag in der Evangelischen Realschule. Diese hatte zum Tag der offenen Tür geladen und etliche Viertklässler kamen mit ihren Eltern im Schlepptau zu der Bildungseinrichtung auf dem Schulberg, um sich ein Bild von dem Lehrangebot zu machen.

Warum die Realschule etwas ganz Besonderes ist und bei der Wahl der weiterführenden Schule unbedingt in Betracht gezogen werden sollte, verriet Achtklässlerin Ajsa: "Hier kennt man sich, viele sind miteinander befreundet und die Lehrer sind alle nett. Einfach eine tolle Schule."

In Kurzstunden wurden Einblicke in den Unterricht gegeben

Bei Führungen durchs Schulgebäude wurden den Besuchern die Klassenräume, Sporthalle, Aula und die neu eingerichtete Schulmensa vorgestellt. Außerdem gab es viele Informationen über das Konzept, die verkehrliche Anbindung durch Schulbusse, die Schulstiftung und den Förderverein.

Die Interessenten konnten aber auch an Schnupperstunden teilnehmen. Bereits um 8.30 Uhr hieß es für die Schüler der fünften und sechsten Klassen: Antreten zum Unterricht. In Kurzstunden wurden Einblicke etwa in die Fächer Physik, Englisch, Politik oder Geschichte gewährt.

In der Turnhalle wurde zu "Saturday Night Fever" getanzt, in der Aula präsentierte sich die Musical-AG. In der Judo-Halle durfte man selbst sportlich aktiv werden. Sportlehrer und Judo-Trainer Wolfgang Ehnes hatte seinen Sohn Tobias mitgebracht, Goldmedaillengewinner beim Olympischen Sommerfestival der Europäischen Jugend.

Die Realschule ist dreizügig ausgelegt. Derzeit gibt es 18 Klassen mit insgesamt rund 480 Schülern.

Ein wichtiger Baustein des Schulkonzepts ist die Förderung der sozialen Kompetenz. Es gibt Projekte wie kostenlose Nachhilfe für Fünft- und Sechstklässler durch ältere Schüler, das Soziale-Kompetenz-(SoKo)-Praktikum in Klasse acht oder eine Streitschlichter-Ausbildung.

Gleich nebenan gab es eine kleine Einführung in Informatik. "Im Computerraum können die Schüler beispielsweise mit Hilfe des Internets nach Praktikumsplätzen suchen", sagte Lehrerin Angelika Bücher. In Klasse acht gehört das Fach Informatik zum Regelunterricht.

Schüler können freiwillig Sozialstunden ableisten

Die Förderung der sozialen Kompetenz ist ein Kernelement des pädagogischen Konzepts der Realschule. Auf freiwilliger Basis können die Schüler Sozialstunden ableisten und bekommen dafür eine Urkunde. "Das ist sehr sinnvoll und fast alle machen mit", sagte Zehntklässler Sascha, der selbst in der Grundschulbetreuung tätig war. "Wir können dabei wichtige Erfahrungen sammeln."

Auch in den jährlichen Projektwochen wird die soziale Kompetenz der Schüler gefördert. Anfang November fand wieder eine solche Woche statt. Einige Ergebnisse der insgesamt 23 verschiedenen Projektgruppen wurden ebenfalls am Samstag vorgestellt. Die Realschüler halfen unter anderem der Burscheider Tafel, indem sie vor Supermärkten Lebensmittelspenden sammelten - mehr als 25 Einkaufswagen kamen so zusammen. Eine andere Gruppe befreite die Bahntrasse von Müll.

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