56 Kinder sind in diesem Jahr angemeldet – und müssen über 250 Besuchswünsche erfüllen.

Spendenaktion
Ab Donnerstag sind die Sternsinger für die diesjährige Aktion bestens ausgestattet. Ab heute ziehen sie los und sammeln Spenden für das Kindermissionswerk.

Ab Donnerstag sind die Sternsinger für die diesjährige Aktion bestens ausgestattet. Ab heute ziehen sie los und sammeln Spenden für das Kindermissionswerk.

Doro Siewert

Ab Donnerstag sind die Sternsinger für die diesjährige Aktion bestens ausgestattet. Ab heute ziehen sie los und sammeln Spenden für das Kindermissionswerk.

Burscheid. Ein Stimmengewirr erfüllt das katholische Pfarrheim an der Höhestraße. Kinder, Eltern, Helfer reden durcheinander, letzte Absprachen vor dem Aktionstag zur diesjährigen Sternsingeraktion. Doch dann wird es mucksmäuschenstill: Reporter Willi Weitzel („Willi wills wissen“) nimmt die Kinder in einem Film mit auf die Reise nach Ostafrika, damit sie wissen, wofür sie in den nächsten Tagen Spenden sammeln werden.

Beispielland der Aktion ist diesmal Malawi. Der Film beschreibt das Leben in einem Flüchtlingslager, in dem 16 000 Menschen leben, die wegen Krieg, Verfolgung oder Hunger aus Ländern wie dem Kongo, Somalia und Ruanda und Burundi in das friedliche, aber bitterarme Malawi geflohen sind. Die Sternsingeraktion unterstützt unter anderem die Schule, die den Flüchtlingskindern Bildung ermöglicht.

Fast doppelt so viele Anmeldungen wie im Vorjahr

Reimund Scheurer freut sich über den Andrang im Pfarrheim. „Wir haben in diesem Jahr 56 Anmeldungen. So viele waren es noch nie.“ Erstkommunionkinder, Messdiener, andere Kinder aus der katholischen wie auch der evangelischen Gemeinde wollen sich an der Aktion beteiligen, von Haus zu Haus ziehen und um Spenden bitten. „Wir haben viel Werbung gemacht“, sagt Scheurer. Im Ergebnis liegt die Beteiligung fast doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Damit stehen die Chancen gut, dass am Wochenende diesmal wirklich alle der über 250 Besuchswünsche erfüllt werden können, die vorliegen. In den Vorjahren ist das längst nicht immer gelungen. „Diesmal könnte es klappen“, hofft Scheurer.

Laminiertes Din-A4-Blatt mit Segenstexten und Liedern

Dafür werden die Kinder in Dreier- bis Vierergruppen eingeteilt. Drei Könige, ein Sternträger, dazu die Spendendose – und ein wetterfest laminierte Din-A4-Blatt mit möglichen Segenstexten und den drei Liedvorschlägen für die diesjährige Aktion: „Stern über Bethlehem“, „Gottes Segen blühe auf“ und dem Klassiker „Wir kommen daher aus dem Morgenland“. Denn gesungen wird an jeder Haustür.

Aussendung Freitag um 10 Uhr startet die Burscheider Sternsinger-Aktion mit einem Aussendungsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius.

Rathaus Gegen 10.45 Uhr werden die Sternsinger dann im Rathaus vis-à-vis erwartet. Dort bringen sie den Segensspruch 20*C+M+B+14 (Christus mansionem benedicat = Christus segne dieses Haus) an der Rathaustür an. Anschließend ziehen die Sternsinger zum Evangelischen Altenzentrum auf der Schützeneich weiter.

Hausbesuche Samstag von 10 bis 16 Uhr und am Sonntag von 14 bis 16 Uhr stehen dann in Burscheid und Hilgen weitere Hausbesuche und Spendensammlungen auf dem Programm.

Familienmesse Die Rückkehr aller Burscheider Sternsinger wird am Montag um 18.30 Uhr mit einer Familienmesse in St. Laurentius gefeiert.

Kreishaus Am Dienstag, 7. Januar, besucht noch eine Delegation von rund 30 Erstkommunionkindern und Messdienern aus dem Kreisgebiet das Kreishaus in Bergisch Gladbach. Begleitet werden sie von Kreisdechant Norbert Hörter und Sabine Haas, Regionalreferentin für Gemeindepastoral im Kreis.

Beispielland Mit dem Geld, das die Sternsinger sammeln, unterstützt die Aktion Dreikönigssingen jährlich mehr als 2000 Projekte für Kinder in Not. Jedes Jahr wird ein Beispielland festgelegt. Gesammelt wird aber nicht nur für dieses eine Land, sondern für alle Projekte.

Die Kronen basteln die teilnehmenden Kinder Jahr für Jahr selber. Für die Kostüme besteht in der Gemeinde ein Fundus. „Die sind von Ehrenamtlichen gefertigt worden und auch in diesem Jahr sind neue dazugekommen“, sagt Scheurer.

Noch ein paar organisatorische Hinweise, dann folgt die Kostümausgabe – und die kleinen Sternsinger können gut ausgestattet wieder den Heimweg antreten. Ab Donnerstag ziehen sie dann los – und wissen dank Reporter Willi auch, wofür.

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