Die Zahl der Einsätze ist kreisweit aber leicht zurückgegangen. In Burscheid kam es zu sechs Zwischenfällen.

Lichter der Kleinstadt: der Silvesterblick von Herkensiefen über das Luisental in Richtung Burscheid.
Lichter der Kleinstadt: der Silvesterblick von Herkensiefen über das Luisental in Richtung Burscheid.

Lichter der Kleinstadt: der Silvesterblick von Herkensiefen über das Luisental in Richtung Burscheid.

Doro Siewert

Lichter der Kleinstadt: der Silvesterblick von Herkensiefen über das Luisental in Richtung Burscheid.

Rhein.-Berg. Kreis. „Es war eine eher ruhige Silvesternacht“, bilanzierten die Beamten der Polizeileitstelle. 94 Einsätze fielen kreisweit in die Zeit zwischen dem frühen Silvesterabend, 18 Uhr, und dem Neujahrsmorgen, 6 Uhr. Vor einem Jahr war die Polizei im gleichen Zeitraum noch zu 103 Einsätzen gerufen worden.

Hauptanlass waren diesmal Streitigkeiten: In 28 Fällen ging es um Randale, Schlägereien und Körperverletzung. Das ist gegenüber dem Jahresübergang 2010/2011 zwar ein deutlicher Anstieg um 17 Fälle, bewegt sich aber damit wieder in etwa auf dem Niveau von 2009 (25). Laut Polizeipressestelle mussten die Beamten auch meist nur schlichtend eingreifen und konnten auf Strafanzeigen verzichten. Die Einsatzkräfte wurden auch selbst nicht zum Ziel von Gewalt. Weitere Anlässe für das Einschreiten der Polizei waren Sachbeschädigungen, Ruhestörungen und der unsachgemäße Umgang mit Feuerwerkskörpern.

Die Zahl der Polizeieinsätze in Burscheid lag mit sechs ähnlich wie im Jahr davor (fünf). Nur einmal ging es dabei um Streitigkeiten. Damit zählte Burscheid nach Kürten und Odenthal zu den ruhigsten Kreiskommunen. Die meisten Silvestereinsätze gab es in Bergisch Gladbach (41), gefolgt von Wermelskirchen (11) und Rösrath (10).

Rösrath war auch der Schauplatz eines von drei besonderen Vorfällen. In Forsbach gerieten zwei Nachbarn (50 und 55) schon gegen 21.45 Uhr beim Abfeuern von Raketen derart in Streit, dass sie aufeinander einschlugen und beide zu Boden gingen.

Knalltrauma nach Attacke mit Schreckschusspistole

Daneben kam es noch in Leichlingen zu zwei besonderen Vorfällen. Im Tulpenweg griff ein 21-Jähriger aus Langenfeld eine halbe Stunde nach Mitternacht zu einer Schreckschusspistole und schoss damit in Richtung einer Personengruppe. Zwei aus der Gruppe erlitten dabei ein Knalltrauma. Der Rest der Gruppe überwältigte den Langenfelder und übergab ihn anschließend der Polizei. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Außerdem musste er eine Blutprobe abgeben.

Im zweiten Fall kam es am frühen Neujahrsmorgen bei St. Heribert zu einer Schlägerei mehrerer Jugendlicher und junger Männer zwischen 18 und 28 Jahren. Am Ende trugen drei der Beteiligten leichte Verletzungen davon.

Eine Gesamtbilanz des Verkehrsgeschehens legt die Kreispolizei erst heute vor. Im gesamten Kreisgebiet wurde aber in der Silvesternacht nur ein Unfall bekannt, bei dem Alkohol im Spiel war. Ein Autofahrer aus Bonn war in Bergisch Gladbach an einer Ampel auf einen stehenden Pkw aufgefahren. Verletzt wurde niemand.

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