Am Freitagmorgen brannte in dem völlig zerstörten Gebäude an der Fritz-Halbach-Straße eine Matratze durch ein Glutnest.

Hilgen
Auch gestern musste die Feuerwehr wieder zu dem Brandort.

Auch gestern musste die Feuerwehr wieder zu dem Brandort.

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Auch gestern musste die Feuerwehr wieder zu dem Brandort.

Burscheid. Der Brandort an der Fritz-Halbach-Straße hält die Feuerwehr weiter auf Trab. Nur etwa 24 Stunden nachdem das verheerende Feuer in dem Fachwerkhaus hinter dem Hilgener Sportplatz ausgebrochen war, mussten die Löschzüge Stadtmitte und Hilgen erneut ausrücken.

In dem Dachgeschoss des Gebäudes brannte am Freitagmorgen gegen sechs Uhr eine Matratze. Ein schwelendes Brandnest war wahrscheinlich der Auslöser. Ein Anwohner hatte den Brand bemerkt und sofort angerufen. Die Feuerwehr war am Donnerstag erst gegen 15.30 Uhr abgerückt. „Ich hatte gedacht, dass wir womöglich abends nochmal alarmiert werden, aber am nächsten Morgen, das ist eher untypisch“, erklärt Stadtbrandmeister Achim Lütz auf BV-Anfrage. Ausschlaggebend seien die ungewöhnlichen Umstände des Brandes.

Als die Angriffstrupps am frühen Donnerstagmorgen die Flammen von innen bekämpfen wollten, brach eine Truhe durch die Decke des Gebäudes und schlug in unmittelbarer Nähe der Kräfte ein. Lütz: „Da war für uns klar: Alle sofort raus!“

Brandnester konnten nur von außen inspiziert werden

Mit den weiteren Löschangriffen von außen weichten die Lehm-Holz-Konstruktionen der Böden und Decken immer weiter auf. Laut Polizei gibt es eine „erhebliche Einsturzgefahr“. Nur von außen konnte das Gebäude deshalb im Laufe des Donnerstags auf Brandnester inspiziert werden. So hatte im Inneren ein Glutherd „überlebt“.

Um weitere Risiken auszuschließen, nehmen die Freiwilligen Löschkräfte aus Hilgen das Gebäude weiter in regelmäßigen Abständen unter die Lupe. Der Großeinsatz wird die Feuerwehr heute aber auch noch auf der Wache beschäftigen. Die Fahrzeuge sind zwar für weitere Einsätze wieder gerüstet, aber die Schläuche müssen gewaschen, getrocknet und wieder gerollt werden. „Wir haben halt selten in Burscheid einen solchen Großeinsatz“, so Lütz. Hinzu seien die Umstände mit dem alten Gebäude und den Temperaturen gekommen.

Auch ein Brandexperte einer Versicherung ist nach Angabe der Polizei bereits von dem Großschaden informiert worden. Genau wie die Polizei kann er aber erst seine Arbeit aufnehmen, wenn die Sicherheit gewährleistet ist.

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