400 Kilometer lang ist das Reitwegenetz im Kreis. Und daran hängen Arbeitsplätze in Gastronomie, auf Höfen oder in Geschäften.

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Reiten in freier Natur erfreut sich großer Beliebtheit. Dahinter steckt aber auch ein großes Wirtschaftspotenzial.

Reiten in freier Natur erfreut sich großer Beliebtheit. Dahinter steckt aber auch ein großes Wirtschaftspotenzial.

dpa

Reiten in freier Natur erfreut sich großer Beliebtheit. Dahinter steckt aber auch ein großes Wirtschaftspotenzial.

Rhein.-Berg. Kreis. Ein vielleicht goldener Herbst steht vor der Tür. Die letzten warmen Sonnenstrahlen dieses Jahres und bunt gezeichnete Blätter an Bäumen und Sträuchern locken Spaziergänger und andere Naturhungrige in die Wälder. Somit auch Reiter.

Damit sie hoch zu Ross nicht den Überblick verlieren, hat der Kreis jetzt zu allen Reitstrecken detaillierte Karten ins Netz gestellt.

Pferdefreunde können ihre Tour damit noch besser planen, sich im Gelände leichter orientieren und somit die Region ohne Schwierigkeiten erkunden, heißt es von der Verwaltung des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Durch diesen Service sei die Umsetzung des Reitroutennetzkonzepts jetzt abgeschlossen. Aber das Wegenetz bleibe deshalb kein statisches Gebilde. Es werde kontinuierlich daran gearbeitet, Lücken zu schließen und die Qualität weiter zu verbessern.

Die Karten ergänzten die Beschilderung und informierten darüber, wo beispielsweise Abzweigungen sind, der Reitweg endet oder wo das Pferd geführt werden muss.

Mit der Verwirklichung eines ausgedehnten Reitroutennetzes betreibt der Rheinisch-Bergische Kreis nach eigenen Angaben ganz konkrete Wirtschaftsförderung. Nach einer Schätzung hänge an jeweils vier Pferden ein Arbeitsplatz – beispielsweise auf Höfen, in der Gastronomie oder in Fachgeschäften.

Durch die Entwicklung des Wegnetzes von mehr als 400 Kilometern Länge sowie die Auszeichnung der Strecken mit Schildern forciere der Rheinisch-Bergische Kreis diese Entwicklung. Pferdefreunde aus dem Kreis und Besucher fänden in der Region ausgezeichnete Bedingungen vor, um ihrem Hobby nachzugehen.

Einen besonderen Nutzen biete die Einzeichnung von Pferdehöfen sowie Restaurants mit besonderer Infrastruktur für Ross und Reiter, die sich am Wegesrand oder in der Nähe befinden.

Zusätzlich beinhaltet das Kartenmaterial laut Verwaltung die Kennzeichnung von Parkplätzen mit Verlademöglichkeiten.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis gibt es insgesamt 13 Reitgebiete in allen acht Kommunen. Diese seien zum Teil miteinander vernetzt, sodass auch größere Touren problemlos geritten werden könnten.

Zusätzlich finden sich im Internet noch Informationen zu Reitwegen in der Wahner Heide. Aus den Reitgebieten könne auch in Nachbarstädte, wie beispielsweise Köln und Solingen, gewechselt werden. So würden sich fast grenzenlose Möglichkeiten ergeben, mit dem Pferd die Region zu erkunden.

Um das Wegenetz im Kreis zu nutzen, benötigten Pferdefans das Reitkennzeichen mit der dazugehörigen Jahresplakette. Die Einnahmen daraus werden für die Verbesserung der Reitwege eingesetzt. Die Karten kann im Behördenlotsen (Stichwort: Reitrouten) runtergeladen werden: www.rbk-direkt.de

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