Betroffene Akademie der Künste zeigt sich bestürzt über die Entscheidung.

Köln. Der Beirat Kunst & Kultur von Stadtmarketing Köln hat mit großer Bestürzung zur Kenntnis genommen, dass der Stadtrat den Etat der Akademie der Künste der Welt um 40 Prozent gekürzt hat. „Dass dieser gravierende Einschnitt im Vorfeld nicht mit den Verantwortlichen der Akademie kommuniziert und besprochen wurde, ist gerade im Hinblick auf den anstehenden Wechsel in der Künstlerischen Leitung unverzeihlich. Erneut müssen wir darüber hinaus erleben, dass die Verantwortlichen Entscheidungen zu kulturellen Institutionen und Künstlern treffen, die ihre Entwicklung nicht nur stoppen, sondern auch existenzbedrohlich sind“, heißt es in einem Schreiben.

Es heißt, die „eingesparten“ Mittel sollten der Freien Szene insgesamt zukommen. „Wir halten das Ausspielen verschiedener Bereiche innerhalb der Kunst- und Kulturförderung für unredlich und kontraproduktiv. Besonders unter dem Gesichtspunkt, dass die Freie Szene insgesamt seit Jahrzehnten strukturell unterfinanziert ist. Unseres Wissens aber fordert die Freie Szene keine Umverteilung innerhalb der Kultur, sondern eine Erhöhung der Fördermittel.“ Diese Forderung unterstützt Stadtmarketing Köln.

Darüber hinaus sei auch der Beirat Kunst & Kultur jederzeit bereit, zusammen mit den anderen Akteuren der Stadt, die verstärkt im internationalen Feld arbeiten, sich in die Debatten zur weiteren Ausrichtung und Verbesserung der Arbeit der Akademie einzubringen.

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