Keine Blütenträume, aber doch Hoffnungen auf einen Aufwärtstrend sind mit dem neuen Angebot verbunden.

Der Radweg auf der Balkantrasse bringt mehr Auswärtige in die Stadt. Die hat sich über ihre touristischen Qualitäten aber bisher wenig Gedanken gemacht. Das soll jetzt anders werden.
Der Radweg auf der Balkantrasse bringt mehr Auswärtige in die Stadt. Die hat sich über ihre touristischen Qualitäten aber bisher wenig Gedanken gemacht. Das soll jetzt anders werden.

Der Radweg auf der Balkantrasse bringt mehr Auswärtige in die Stadt. Die hat sich über ihre touristischen Qualitäten aber bisher wenig Gedanken gemacht. Das soll jetzt anders werden.

Doro Siewert

Der Radweg auf der Balkantrasse bringt mehr Auswärtige in die Stadt. Die hat sich über ihre touristischen Qualitäten aber bisher wenig Gedanken gemacht. Das soll jetzt anders werden.

Burscheid. Eine überraschende Zahl: Rund sieben bis acht Millionen Euro jährlich werden schon heute in Burscheid im Tourismus umgesetzt – durch Tagesbesucher und Übernachtungen. Dabei ist der touristische Ruf der Stadt derzeit noch überschaubar. Aber das soll sich ändern.

Ein Weckkuss ist zweifelsohne der Radweg, der (zumal bei Fertigstellung bis Leverkusen) ganz neue Besucherströme nach Burscheid lockt. Aber auch die Wanderwege dienen mittlerweile nicht nur lokaler Naherholung, sondern sind in größere Zusammenhänge eingebettet.

Das zeigt sich beispielsweise an der Einbindung in den neuen „Bergischen Weg“ von Essen bis zum Siebengebirge, aber auch an der Aufwertung des Eifgenbachwegs samt dem umgestalteten Wanderparkplatz in Bellinghausen.

Jetzt schon im Jahr rund 19 000 Übernachtungen

Doch noch wird nicht zielgerichtet genug mit den Pfunden der Stadt gewuchert. Die rund 19 000 Übernachtungen im Jahr gehen zum Großteil auf Geschäftsreisende der Automobilbranche und Messegäste zurück. Auch künftig wird das Augenmerk kaum Langzeiturlaubern gelten. Aber Tagesgäste und Kurzurlauber sollen stärker in den Blick genommen werden als bisher.

Ein inzwischen im Rathaus erstelltes Tourismuskonzept hat nach Beratungen in den Fraktionen breite Zustimmung in der Politik gefunden. Jetzt sollen in einem zweiten Schritt konkrete Maßnahmenpakete geschnürt und diskutiert werden.

Dabei geht es um die Einrichtung bisher vermisster Hilfen wie einer zentralen Buchungsmöglichkeit und einer touristischen Informationsstelle, beispielsweise am Burscheider Bad. Aber auch Angebotspakete für Kurzurlauber sollen zusammengestellt werden – unter Einbindung aller Akteure, die Burscheid zu bieten hat: von Hotels über Restaurants bis zu sportlichen und kulturellen Veranstaltern.

„Wir wollen Burscheid nicht zu einem zweiten Odenthal umkrempeln“, sagt Bürgermeister Stefan Caplan, „aber uns etwas intensiver mit dem Thema beschäftigen.“

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