Der erste Radmarathon über Balkantrasse und die Radroute Wasserquintett ist ein Erfolg und lockt viele Sportler an.

Lucia Debie und Phil Weigel (links) stempeln an Haus Kuckenberg die Karten von Peter und Ulrike Rombach aus Remscheid. Fotos (2): Doro Siewert
Lucia Debie und Phil Weigel (links) stempeln an Haus Kuckenberg die Karten von Peter und Ulrike Rombach aus Remscheid. Fotos (2): Doro Siewert

Lucia Debie und Phil Weigel (links) stempeln an Haus Kuckenberg die Karten von Peter und Ulrike Rombach aus Remscheid. Fotos (2): Doro Siewert

An der Montanusstraße hat die Tafel eine kleine Raststätte für die erschöpften Radfahrer eingerichtet.

Siewert, Doro, Bild 1 von 2

Lucia Debie und Phil Weigel (links) stempeln an Haus Kuckenberg die Karten von Peter und Ulrike Rombach aus Remscheid. Fotos (2): Doro Siewert

Burscheid. Die eigene Region erkundet man am effektivsten auf dem Fahrrad. Wo das Auto den Fahrer doch einschränkt und dem Auge so schneller als man denkt das eine oder andere Detail entgehen, kann der Fahrradfahrer die Schönheit der langsam vorüberziehenden Landschaft genießen.

Um dem Ganzen einen offiziellen Charakter zu geben, vielleicht den ein oder anderen potenziellen Radler von der Couch zu holen, aber auch um die vielen typisch bergischen Sehenswürdigkeiten vorzustellen, veranstalteten insgesamt sechs Städte aus der Region am Sonntag den ersten Radmarathon.

Unter dem Motto „Mit dem Fahrrad durch sechs Städte“ schwangen sich die Fahrer auf ihre Räder, um über die Balkantrasse und die Radroute Wasserquintett die Gegend zu erkunden.

Teilnehmer erkunden unbekannte Ecken

Eröffnet wurde die Veranstaltung in Remscheid-Lennep. Die weiteren Stationen des Radmarathons waren Burscheid, Wermelskirchen, Radevormwald, Hückeswagen und Wipperfürth. Interessant war die Veranstaltung vor allem aus zweierlei Gründen.

Zum einen konnten die Radfahrer bei schönstem Sonnenschein viele ihnen vielleicht noch unbekannte Ecken erkunden. Zum anderen fand der Radmarathon eben auf stillgelegten Bahntrassen statt, und die Teilnehmer fuhren auf einer Strecke, auf der bis vor gut 25 Jahren noch der „Balkanexpress“ und die Wippertalbahn ihre Passagiere beförderten.

Einen Überblick über die vielen Trassen, die es in Nordrhein-Westfalen gibt, hat der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) auf seine Homepage gestellt.

Unter der Registerkarte „Die Bergischen Bahntrassen“ findet sich eine detaillierte Auflistung aller Wege – mit Kartenmaterial und zahlreichen Tipps.

„Das hat für mich immer Nostalgisches, wenn ich hier spazieren gehe gehe oder Rad fahre. Ich bin früher diese Strecke immer von Burscheid nach Opladen zur Ausbildung gefahren. Damals noch mit dem Zug“, sagte Heinz Plattenhart.

Als besondere Aktion hatten die Veranstalter ein Stempel-Gewinnspiel organisiert, bei dem die Fahrer in jeder der sechs teilnehmenden Städte Stempel sammeln und damit die Chance auf diverse, hauptsächlich kulinarische, Gewinne wahren konnten.

Eine dieser Stempel-Stationen befand sich direkt vor dem Haus Kuckenberg, wo der schattige Biergarten einige Radfahrer zum Verweilen einlud. „Ab drei Stempeln kann man am Gewinnspiel teilnehmen. Man gibt das Stempelblatt einfach an einem der Stempelstellen ab und später werden aus allen Teilnehmern die Gewinner ausgelost“, erklärte Phil Weigel vom Hotel-Restaurant Haus Kuckenberg.

Der Biergarten des Burscheider Bads hatte, genauso wie die Versorgungsstation der Burscheider Tafel, ebenfalls geöffnet und diente als viel genutzte Raststätte, um sich eine Abkühlung zu holen.

Wer mit einem E-Bike unterwegs war, konnte an all diesen Stationen zudem den Akku seines Gefährts wieder aufladen. Für Oldtimerfreunde lohnte sich ein Abstecher nach Hilgen. Dort standen auf dem Vorplatz des „Getränke Fuchs“ alte, hergerichtete Wagen zur Schau.

Helfer stehen Sportlern mit Rat und Tat zur Seite

Nicole Schaffland-Naber hatte sich an diesem sonnigen Tag spontan dazu entschieden, auf ihr Rad zu steigen. „Ich habe in der Zeitung von der Aktion gelesen und fand die Idee sehr gut. Mal sehen, wie lange ich bei dem Wetter durchhalte, aber ich bin dieses Jahr noch fast gar kein Rad gefahren, da ist das hier eine gute Gelegenheit“, sagte die Radlerin, die aus Leichlingen-Witzhelden gestartet war.

Am Abzweig, an dem es von der Bahntrasse zur Stempel-Station am Hotel Kuckenberg ging, hatte sich der Förderverein der Balkantrasse mit einem Stand positioniert. „Wir zeigen den Radfahrern, wo die Strecke weitergeht und wie sie zur Stempelstation kommen. Wenn man sich hier nicht auskennt, kann das ja schon verwirrend sein“, sagte Hartmut Lehmler, stellvertretender Vorsitzende des Fördervereins.

Außerdem informierte der Förderverein über kommende Aktionen wie die Befreiung des Balkantrassenstücks in Leverkusen von störendem Baum- und Pflanzenwuchs.

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