Die neue Trasse ist ein gutes Pflaster für Radfahrer. Und sie soll es auch werden für Hoteliers und Gastwirte. Aber ein Konzept fehlt noch.

Wo ist denn hier eine Rastmöglichkeit? Immer mehr Radler sind auf der alten Balkan-Trasse anzutreffen. Damit sie künftig einkehren können, wird jetzt an einem touristischen Konzept gearbeitet.
Wo ist denn hier eine Rastmöglichkeit? Immer mehr Radler sind auf der alten Balkan-Trasse anzutreffen. Damit sie künftig einkehren können, wird jetzt an einem touristischen Konzept gearbeitet.

Wo ist denn hier eine Rastmöglichkeit? Immer mehr Radler sind auf der alten Balkan-Trasse anzutreffen. Damit sie künftig einkehren können, wird jetzt an einem touristischen Konzept gearbeitet.

Doro Siewert

Wo ist denn hier eine Rastmöglichkeit? Immer mehr Radler sind auf der alten Balkan-Trasse anzutreffen. Damit sie künftig einkehren können, wird jetzt an einem touristischen Konzept gearbeitet.

Burscheid. Als der Panorama-Radweg vor einem Monat eröffnet wurde, schlugen sich wohl auch die letzten Skeptiker auf die Seite der Befürworter der Trasse: Zu einem regelrechten Volksfest mutierte der öffentliche Startschuss auf der Montanusstraße. Und viele Aktive kamen gleich auf zwei Rädern, um den Asphaltstreifen mitten durch Burscheid mit Leben zu füllen.

Was jetzt fehlt, ist ein touristisches Konzept, um Gastwirte, Hoteliers und andere Geschäftsleute einzubinden, damit die ehemalige Balkantrasse zu Rast und Attraktionen in Burscheid leitet. Und zwar nicht nur aus geschäftlichem Kalkül, wie Stadtwerke-Geschäftsführer Siegfried Thielsch erläutert.

„Wir haben als kommunales Unternehmen ein Interesse daran, dass die Trasse ein Erfolg wird. Und das kann sie nur dann, wenn es an vielen Stellen eine Einkehrmöglichkeit gibt.“ Daran sei natürlich auch das Burscheider Bad direkt interessiert. Thielsch verspricht sich davon „eine bessere Auslastung des gastronomischen Angebots“, ohne dabei die Gäste des Bades vernachlässigen zu müssen.

„Wir wollten deshalb auf der Trasse ein Schild als Hinweis aufstellen.“ Da aber eine Beschilderung möglichst einheitlich werden soll, habe man in der Stadtverwaltung erstmal um ein wenig Geduld gebeten.

Wie Bürgermeister Stefan Caplan am Montag gegenüber dem Bergischen Volksboten erklärte, sei der Auftrag für eine Beschilderung mittlerweile erteilt. Auch bei einem entsprechenden Antrag für Haus Kuckenberg wolle man grünes Licht geben. Dort ist Inhaber Uwe Schmitz längst eifrig bemüht, die Nutzer der Trasse künftig zu bewirten.

Und der Eigentümer denkt offenbar schon einen Schritt weiter, wie dessen Mutter Elisabeth Schmitz gestern verriet. „Wir werden bei uns eine Ladestation für E-Bikes installieren.“ Gespräche mit dem hiesigen Stromversorger Belkaw seien erfolgreich geführt worden.

Auch Hotels wollen eine Wegweisung zu ihrem Haus

Auch Anke Kugelmeier vom Hotel Schützenburg ist interressiert, auf eine Beschilderung am Radweg zu kommen. „Wir sind ja sehr nah dran. Aber das ist natürlich auch eine Preisfrage.“

Darüber – und über vieles mehr – wird in den kommenden Monaten noch diskutiert werden. Wie viel Wegweiser sollen es beispielsweise sein? Wo sollen sie stehen? Und wie sieht es mit einem einheitlichen Erscheinungsbild aus? Und wie geht man mit Interessenten um, die eine ausführliche Wegbeschreibung benötigen, weil sie weit vom Radweg entfernt liegen? Auch diese Interessenten gibt es.

Laut Caplan muss auch austariert werden, wo die Schnittstelle zwischen regionaler Vermarktung und den bergischen Interessen liegt. Der Burscheider Bürgermeister warnt jedoch vor allzu ehrgeizigen Plänen. „Das fängt alles jetzt erst an und ist mindestens noch ein Jahr Arbeit.“

Eine erste Annäherung zu einem entsprechenden „touristischen Konzept“ soll es am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss (17 Uhr) geben.

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