Die neue Installation im Chorraum erinnert an die sieben Worte Jesu am Kreuz. Sie steht Besuchern täglich offen.

Vorbereitung auf die Fastenzeit: Günter Dreyer, Monika Geheb und Hanni Dreyer bei der Gestaltung des Chorraums.
Vorbereitung auf die Fastenzeit: Günter Dreyer, Monika Geheb und Hanni Dreyer bei der Gestaltung des Chorraums.

Vorbereitung auf die Fastenzeit: Günter Dreyer, Monika Geheb und Hanni Dreyer bei der Gestaltung des Chorraums.

Barbara Sarx

Vorbereitung auf die Fastenzeit: Günter Dreyer, Monika Geheb und Hanni Dreyer bei der Gestaltung des Chorraums.

Burscheid. Das närrische Treiben ist vorbei, jetzt beginnt die Zeit der Einkehr, der Buße und des Verzichts. Ein Spannungsfeld, das auch die feierfreudige Katholische Kirchengemeinde innerhalb kürzester Zeit zu bewältigen hat: vom Pfarr- und kfd-Karneval hin zur jährlichen Fasteninstallation im Chorraum von St. Laurentius.

Basierend auf einer Idee des damaligen Pfarrers Markus Höyng, ist es seit 2006 Gepflogenheit, den Chorraum in der Zeit vor Ostern mit einem neun mal sieben Meter großen Fastentuch abzutrennen.

Der dadurch entstehende separate Raum wurde immer wieder zu eindrucksvollen Installationen genutzt: von einer Wüstenlandschaft (2006) über einen Garten (2007) und eine afrikanische Kirche (2008) bis hin zum Brunnen im vergangenen Jahr.

Bescheidenere Gestaltung als in den Vorjahren

"Der wäre ohnehin nicht mehr zu toppen gewesen", begründet Hanni Dreyer die bescheidenere und ruhigere Gestaltung in diesem Jahr. Gemeinsam mit ihrem Mann Günter, den Eheleuten Peter und Monika Geheb, Nicole Jeske und Brigitte Terlaak-Hedderich hat sie am Dienstag ein von Steinen gehaltenes Kreuz aufgestellt, das auf einem lila Tuch steht und von einem Steinkreis umsäumt wird.

An die sieben Worte Jesu am Kreuz soll es erinnern und diese sieben Worte sind auf Schiefertafeln zu lesen: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun", "Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein", "Dies ist dein Sohn, dies ist deine Mutter", "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?", "Ich bin durstig", "Es ist vollbracht" und "Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist."

Der heutige Tag markiert das Ende des Karnevals und den Beginn der knapp siebenwöchigen Fastenzeit bis Ostern. Sie geht auf das 40-tägige Fasten Jesu Christi zurück.

In der katholischen Kirche wird heute traditionell das Aschenkreuz ausgeteilt. In der Hilgener Liebfrauenkirche gibt es heute um 8.30 Uhr einen Gottesdienst der Caritas-Kindertagesstätte Sonnenblume und um 9.15 Uhr eine Messfeier. In St. Laurentius in Burscheid feiert die Kita Arche Noah um 12Uhr Gottesdienst, heute Abend um 18.30 Uhr folgt dann die Messfeier.

Evangelische und Katholische Gemeinde haben erstmals für die Passionszeit gemeinsame Taizé-Gottesdienste in Hilgen vereinbart. Der Auftakt ist morgen Abend um 20 Uhr in der evangelischen Kirche Hilgen-Dünweg. Weitere Termine sind der 25. Februar (katholische Liebfrauenkirche), 4. März (evangelische Kirche), 11. März (katholische Kirche) und 25. März (evangelische Kirche), jeweils ab 20 Uhr.

Drei kleine Freundeskreise mit einer Kerze in der Mitte ergänzen den Steinkreis und stehen symbolisch "für uns alle, die wir uns um das Kreuz versammeln", sagt Hanni Dreyer. Als einen Ort der Stille, "um zur Besinnung zu kommen", versteht sie den umgestalteten Chorraum.

Ein CD-Spieler mit Taizé- und Choralgesängen soll die meditative Wirkung unterstützen. Und eine CD mit den sieben Worten Jesu ist noch in der Produktion. So können Besucher auch den Wortklang auf sich wirken lassen.

Die St.-Laurentius-Kirche ist täglich bis in die Abendstunden geöffnet. Das angestrahlte Fastentuch kommt dabei eher in den Abendstunden zur Geltung.

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