Fünf Jahre nach der Gründung hat sich der OVH-Zögling neben der Musikschule etabliert.

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Gruppenbild mit Beethoven: (v. l.) Simon Roloff, Lana Hellermann, Sarah Witzel, Lena Willuweit, Vincent Zahlen, Nicolas Kroll, Günter Haas, Alexander Kurz, Aurel Perthel und vorne Ronny Morawietz.

Gruppenbild mit Beethoven: (v. l.) Simon Roloff, Lana Hellermann, Sarah Witzel, Lena Willuweit, Vincent Zahlen, Nicolas Kroll, Günter Haas, Alexander Kurz, Aurel Perthel und vorne Ronny Morawietz.

Siewert

Gruppenbild mit Beethoven: (v. l.) Simon Roloff, Lana Hellermann, Sarah Witzel, Lena Willuweit, Vincent Zahlen, Nicolas Kroll, Günter Haas, Alexander Kurz, Aurel Perthel und vorne Ronny Morawietz.

Burscheid. Günter Haas gerät ins Schwärmen, wenn er an die Zukunft der Orchesterschule denkt. In fünf Jahren sollen hundert Schüler dem Junior- und dem Jungen Orchester angehören. Die Mitgliederzahl wächst. Unter den Schülern finden sich immer wieder Talente, die beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ Preise abräumen. „Das sind Wunschvorstellungen“, gibt Günter Haas, Vorsitzender der Orchesterschule, zu.

Und dennoch: Der Schule geht es gut. Auch wenn es vor fünf Jahren bei der Gründung noch ein Wagnis darstellte, hat sie in Burscheid eine Nische gefunden und sich etabliert. Mittlerweile nehmen 150 Schüler in der Schule des Orchestervereins Hilgen bei professionellen Musikern Unterricht. Zu verdanken hat die Einrichtung das der Mund-zu-Mund-Propaganda und den Auftritten des OVH, die Lust auf mehr machten.

Ehrenamtliche und finanzielle Hilfe notwendig

Trotz aller positiven Aspekte sieht Günter Haas auch die Notwendigkeiten. Die Orchesterschule könnte Unterstützung gebrauchen, sagt er. Sei es über ehrenamtliche Mitarbeit oder finanzielle Hilfen. Die Orchesterschule hat bis heute eine Schuld von 11 000 Euro, die der OVH zu Beginn bereitgestellt hatte. Zudem kostet der Jugendorchesterbereich 8000 Euro im Jahr. Da die Mitgliedsbeiträge bewusst niedrig gehalten sind, um die Schule attraktiv zu halten, sind große Sprünge nicht möglich.

Enger sieht die finanzielle Situation bei der Musikschule aus. Das Defizit wächst so drastisch an, dass das Angebot infrage gestellt werden müsse, sagte Vorsitzender Michael Baggeler bei der Jahreshauptversammlung im März. An eine Fusion will Günter Haas aber noch nicht denken. „Das wäre eine Frage von Jahren“, sagt er. Man stehe im Austausch mit der Musikschule. „Gemeinsam wollen wir uns bemühen, den Status einer Bildungseinrichtung zu bekommen.“

Ziel ist es, mit Einrichtungen wie der Volkshochschule gleichgesetzt zu werden. Das würde bedeuten, dass Orchester- und Musikschule Zuschüsse beantragen könnten. Kooperieren beide Schulen, hofft Günther Haas, dieses Ziel erreichen zu können. Jetzt will man ein schulisches Programm mit Zielvorgaben erarbeiten, das als Grundlage für den Antrag dienen soll.

Hilfreich ist es dabei sicherlich, dass die Orchesterschule auf jüngste Erfolge verweisen kann. Zehn Schüler zeigten ihr Können bei „Jugend musiziert“ und schafften es teils bis zur Landesebene. Sie können sich beim Frühlingskonzert der Orchesterschule am Samstag als Solisten beweisen. Der Auftritt der OVH-Brazzband und des Jungen Orchesters findet um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum der Freikirchlichen evangelischen Gemeinde, Weiherstraße 5, statt.

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