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Die Rache einer bloß gestellten Fledermaus kann bittersüß sein. Beim Kostümfest hatte Gabriel von Eisenstein (Miljenko Turk) seinen besten Freund Dr. Falke (Wolfgang Stefan Schwaiger) als Fledermaus verkleidet und ihn am frühen Morgen danach in einem Park nackt und betrunken ausgesetzt. Dieser rächt sich beim ausufernden Fest des Prinzen Orlofsky (Kangmin Justin Kim), indem er ihm die eigene, regelmäßig betrogene Gattin Rosalinde (Ivana Rusko) als vermeintliche Geliebte zuführt und ihn so der Lächerlichkeit preisgibt. Zeugin wird die ebenfalls eingeladene Adele (Claudia Rohrbach), die als Kammermädchen bei dem Paar arbeitet. Opulent und humorvoll in Szene gesetzt wurde das Geschehen durch Petra Luisa Meyer bei der Premiere von Johann Strauß’ Operette „Die Fledermaus“ am Sonntagabend im Staatenhaus. Premiere mit einer Sprechrolle hatte auch Kabarettist Jochen Busse, der in der Rolle des stets betrunken Gerichtsdieners Frosch der Kölner Stadtgesellschaft auf großartige Art und Weise den Spiegel vorhielt – wenn es um die Fertigstellung des Opernhauses, ständig kaputte Rolltreppen oder um das gesellige Betrinken zu jedem Anlass geht. Inszeniert wird die Operette mit einer gewaltigen und oft stark überzeichneten Bildsprache, die manchmal an einen schrillen Comic erinnerte. Da wird das Fest zur Orgie und die Operette zur unterhaltsamen Komödie mit vielen aktuellen Bezügen. Als Bewahrer des Genres tat sich Jochen Busse hervor, wenn er mitten im wüsten Fest den Walzer energisch einfordert. Die nächsten Termine sind am 30. November, 19.30 Uhr sowie 2., 6. und 8. Dezember um 19.30 Uhr. Karten gibt es unter Telefon 02 21/2 21-28 400. step Fotos: Bernd Uhlig

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