So bewerten die Lokalpolitiker die Ergebnisse der Bundestagswahl.

Burscheid. Euphorie bei der FDP, Niedergeschlagenheit bei der SPD, rationale Zurückhaltung bei der CDU: "Ich bin der Meinung, dass wir in der jetzigen Situation des Landes verlässliche Mehrheiten brauchen. Ich hätte auch mit einer großen Koalition leben können", meinte Stefan Caplan (CDU), künftiger Bürgermeister der Sadt Burscheid. Überrascht gewesen sei Caplan nicht von dem Abschneiden seiner Partei. Das Ergebnis habe er sich vorher fast exakt so ausgerechnet.

Das war bei dem Vorsitzenden der Burscheider SPD, Klaus Becker, etwas anders: "Ich hatte schon mit 26, 27 Prozent gerechnet", meinte er niedergeschlagen. Die Ursache für die verheerende Wahlniederlage sucht er nicht bei den großen Köpfen, sondern an der Basis. "Wir erreichen die Leute nicht mehr. Wir müssen in den Ortsvereinen wieder Sachthemen finden, die die Menschen ansprechen."

Die FDP-Vorsitzende Anne Marie Frese, analysierte den Wahlerfolg unaufgeregt: "Ich denke, dass die Arbeit, die die FDP in den vergangenen Jahren geleistet hat, gut war." Das zeigten auch die Zuwächse bei den Mitgliederzahlen im Land. Die FDP stehe nach vielen Jahren wieder für Verlässlichkeit - beispielsweise durch die Absage an eine Koalition mit den Grünen vor vier Jahren.

"Ich freue mich, dass die schwarz-gelbe Koalition gewonnen hat", machte Ex-CDU-Mann Michael Baggeler vom Bündnis für Burscheid keinen Hehl aus seiner grundsätzlichen politischen Auffassung.

Die Wahlbeteiligung in Burscheid lag mit 74,5 Prozent unter der von vor vier Jahren (80 Prozent).

Von 13.584 Wahlberechtigten wurden 9.986 gültige Zweit- und 9.993 gültige Erststimmen gezählt. 132 Zweitstimmen waren ungültig, 125 Erststimmen ebenfalls.

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