Das Reststück des Radwegs nimmt Form an. Jetzt wird der Schotter zerkleinert, auf den der Asphalt kommt.

Phillipp Koll steuert den tonnenschweren Steinbrecher mit dem Traktor. Zuvor hat Hans-Hermann Rohleder (vorne) mit seiner Maschine dafür gesorgt, dass die Trasse die richtige Neigung hat. So kann Regenwasser später besser abfließen.
Phillipp Koll steuert den tonnenschweren Steinbrecher mit dem Traktor. Zuvor hat Hans-Hermann Rohleder (vorne) mit seiner Maschine dafür gesorgt, dass die Trasse die richtige Neigung hat. So kann Regenwasser später besser abfließen.

Phillipp Koll steuert den tonnenschweren Steinbrecher mit dem Traktor. Zuvor hat Hans-Hermann Rohleder (vorne) mit seiner Maschine dafür gesorgt, dass die Trasse die richtige Neigung hat. So kann Regenwasser später besser abfließen.

Doro Siewert

Phillipp Koll steuert den tonnenschweren Steinbrecher mit dem Traktor. Zuvor hat Hans-Hermann Rohleder (vorne) mit seiner Maschine dafür gesorgt, dass die Trasse die richtige Neigung hat. So kann Regenwasser später besser abfließen.

Burscheid. Rasend schnell dreht sich die schwere Walze. Als sie auf dem ehemaligen Gleisbett aufsetzt, wird es ohrenbetäubend laut, Steine fliegen wie Geschosse in alle Richtungen. „Ich würde hier nicht stehenbleiben“, sagt Hans-Hermann Rohleder trocken.

Seine Firma sorgt dafür, dass auch das letzte Stück der Balkantrasse – der Anschluss nach Leverkusen – demnächst mit Rad und Kinderwagen befahren werden kann. Am Donnerstag haben die Arbeiten begonnen. Zunächst wird nun der Schotter auf einer Länge von etwa einem Kilometer zerkleinert. Und das geschieht vor allem mit jeder Menge roher Gewalt.

Eine Walze hämmert auf die Steine, bis sie zerbrechen

„Momentan haben die Steine einen Durchmesser von zwei bis sechs Zentimetern. Mit unserem mobilen Steinbrecher verkleinern wir sie auf null bis fünf“, erklärt Rohleder. Der Steinbrecher wiegt vier Tonnen, kostet rund 70 000 Euro und zertrümmert den Schotter bis zu einer Tiefe von 20 Zentimetern. Von oben hämmert eine Walze auf die Steine, bis sie schließlich zerbrechen.

„Ein Durchgang reicht da leider nicht. Wir müssen schon drei Mal über jeden Abschnitt fahren“, sagt Rohleder. Immer etwa 150 Meter stellen er und sein Kollege Phillipp Küll fertig. „Es kommen jetzt schon neugierige Spaziergänger vorbei, die wissen wollen, wann wir endlich fertig sind“, sagt Rohleder mit einem Augenzwinkern. Und was antwortet er ihnen? „Ich schätze, dass wir unseren Teil der Arbeit spätestens Ende des Monats fertig haben.“

Denn Rohleder ist nur für den Untergrund zuständig. Er zerkleinert die Steine, sorgt dafür, dass der Weg die richtige Neigung hat, damit später das Regenwasser abfließen kann. Und sogenanntes Ergänzungsmaterial gibt er dazu – noch kleinere Steine, die der Trasse eine feinere Oberfläche geben. Erst dann kann die nächste Firma kommen und den Asphalt auftragen.

In Leverkusen beäugt man die Fortschritte neugierig

Doch nicht nur die Spaziergänger sind neugierig. Auch Harald Drescher vom Förderverein Balkantrasse schaut vorbei. Er ist für das Teilstück der Trasse in Leverkusen zuständig, das 2014 fertig werden soll. Es grenzt unmittelbar an das Stück, das Harald Rohleder gerade mit seiner Maschine bearbeitet. Die beiden arbeiten sozusagen in Sichtweite voneinander. „Ich sehe schon, wir müssen uns beeilen“, sagt Drescher. Denn während auf Burscheider Gebiet schon der Schotter zerkleinert wird, sind er und seine Leute noch mit der Rodung der Trasse beschäftigt.

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