Mario Elshani will im „Adriano“ Menschen ansprechen, die auf die Ernährung mit frischen Lebensmitteln großen Wert legen.

Gastronomie
Mario Elshani hat das Ladenlokal erst mal für zwei Jahre gepachtet.

Mario Elshani hat das Ladenlokal erst mal für zwei Jahre gepachtet.

Blick ins Restaurant „Adriano“ an der Hauptstraße 26. 26 Sitzplätze gibt es, der Küchenbereich bleibt offen.

nicole haase, Bild 1 von 2

Mario Elshani hat das Ladenlokal erst mal für zwei Jahre gepachtet.

Burscheid. Eigentlich wollte Mario Elshani sein Restaurant „Adriano“ schon im Dezember an der Hauptstraße 26 eröffnen. Doch dann verzögerte sich die Baugenehmigung wegen umfangreicherer Umbauarbeiten als ursprünglich geplant. „Hier gab es keine richtige Küche. Mit einer Haushaltsküche kann aber keine Gastronomie funktionieren“, erläutert der 42-jährige Pizzabäcker. „Deshalb habe ich hier alles neu gemacht.“

„Wer nach Hause kommt und nach Essen riecht, kommt wahrscheinlich niemals wieder“, sagt Elshani, der im Kosovo seine Wurzeln hat. Deshalb investierte er in eine neue Küche. 4500 Euro allein in eine vernünftige Abzugsanlage, die Gerüche durch den Schornstein an die Luft befördert. Auch Grill, Kochstellen und Kühlschränke seien neu. Und bewusst habe er die Küche zum Restaurant hin offen gehalten. „Unsere Gäste sollen uns dabei zuschauen können, was wir zubereiten. Sie sollen sehen, wie wir arbeiten.“

„Eine Pizza nur voller Käse ist keine Pizza“

Laut Elshani, der zuvor Geschäftsführer des Restaurants „Casa d’Italia“ in Bergisch Gladbach war und sich selbstständig machen wollte, sollen nur frische Lebensmittel im Restaurant „Adriano“ auf den Tisch kommen. Antipasti, Fisch und Fleisch aus Argentinien und Neuseeland. „Wir sind ein feines Restaurant“, sagt er. Das wolle er auch anhand der Zutaten demonstrieren. „Eine Pizza nur voller Käse ist keine Pizza“ sagt er. Der richtige Geschmack komme mit den frischen Zutaten.

Das alles soll zu erschwinglichen Preisen möglich sein: Etwa acht Euro werde die Pizza Frutti die Mare kosten, 3,90 Euro dazu das 0,2-Liter-Glas Rot- oder Weißwein. Ansonsten gebe es ausgesuchte Weine aus Italien – die Flasche ab 24 Euro. Verkauft werde auch an Gäste, die zu Hause essen wollen, einen Lieferservice gibt es aber nicht.

26 Sitzplätze stehen an elf Tischen zur Verfügung. Die Wände sind bordeauxrot gehalten, passend zum braunen Laminat. Benannt ist das Restaurant nach dem 18-jährigen Sohn von Elshani, nicht etwa nach Adriano Celentano. Auf italienische Stars müssen die Gäste aber nicht verzichten. Historische Fotos von ihnen schmücken die Wände, beispielsweise von Alberto Sordi, der im Film „Un Americano a Roma“ seine Spaghetti vertilgt.

Das neue Restaurant eröffnet am Mittwoch um 19 Uhr. Zum Auftakt gibt es kaltes Buffet und einen Prosecco für die Gäste.

Künftig werde täglich von 11.30 bis 14.30 Uhr sowie von 17 bis 22 Uhr geöffnet sein – erst mal ohne Ruhetag.

Der Koch ist übrigens ein waschechter Italiener: Antonio Tetti ist 49 Jahre alt und kommt aus Sardinien. Er war früher in der Gastronomie auf einem Schiff tätig.

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