Burscheid ist das 61. Mitglied der „Verkehrssicheren Städte und Gemeinden im Rheinland“.

Am Donnerstag stellten unter anderem Bürgermeister Stefan Caplan (4. v.l.) und Norbert Reinkober vom Verkehrsverbund Rhein-Sieg (r.) das Projekt an der Friedrich-Goetze-Hauptschule vor.
Am Donnerstag stellten unter anderem Bürgermeister Stefan Caplan (4. v.l.) und Norbert Reinkober vom Verkehrsverbund Rhein-Sieg (r.) das Projekt an der Friedrich-Goetze-Hauptschule vor.

Am Donnerstag stellten unter anderem Bürgermeister Stefan Caplan (4. v.l.) und Norbert Reinkober vom Verkehrsverbund Rhein-Sieg (r.) das Projekt an der Friedrich-Goetze-Hauptschule vor.

Doro Siewert

Am Donnerstag stellten unter anderem Bürgermeister Stefan Caplan (4. v.l.) und Norbert Reinkober vom Verkehrsverbund Rhein-Sieg (r.) das Projekt an der Friedrich-Goetze-Hauptschule vor.

Burscheid. „Viele Kinder sind heutzutage nicht ein einziges Mal irgendwo allein hingegangen, nachdem sie ihre Grundschulzeit beendet haben – überall werden sie von ihren Eltern hingefahren und abgeholt“, beklagt Klaus Briese von der Verkehrswacht.

Und dieses Phänomen sei nicht allein ein Problem von Großstadtkindern – auf dem Land seien die Kinder oft nicht weniger unselbstständig.

Unter anderem um dem entgegenzuwirken, gibt es das Netzwerk „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland“, dem Burscheid in diesem Jahr als 61. Mitglied beigetreten.

Norbert Reinkober vom Verkehrsverbund Rhein-Sieg, Karoline Strauch-Schmitz von der Verkehrswacht Rheinisch-Bergischer Kreis und Bürgermeister Stefan Caplan stellten es nun gemeinsam mit den Leiterinnen der Burscheider Schulen an der Friedrich-Goetze-Hauptschule vor.

Die Unfallzahlen gehen sichtbar zurück

Doch nicht nur die Mobilität von Grundschulkindern hat sich das Netzwerk zum Ziel gemacht – auch Verkehrssicherheit oder die Barrierefreiheit für Senioren sind Themen. Vorteil für die Mitglieder des Netzwerkes ist dabei die Erfahrung von der sie gegenseitig profitieren können.

Ein Projekt betrifft das Thema Rauschgift. „Die Jugendlichen können die Auswirkungen von Drogen gar nicht abschätzen“, sagt Karoline Strauch-Schmitz. Spielerisch sollen sie dabei auf die Gefahren hingewiesen werden.

„Das Projekt ist vor acht Jahren gestartet und dementsprechend gibt es bereits jede Menge verschiedener Programme“, sagt Norbert Reinkober. “Bei uns ist abschreiben nicht nur erlaubt – sondern auch gewollt.“

Und auch der Erfolg macht sich bemerkbar: Die Unfallzahlen seien dort, wo die Projekte bereits laufen, sichtbar zurückgegangen.

Ein Projekt ist beispielsweise das der „Radweg-Detektive“, für das nun Kartons mit den nötigen Utensilien an die Schulen verteilt werden. Kinder machen sich auf den Weg und untersuchen ihren Schulweg auf mögliche Gefahren – messen mit einer Stoppuhr die Grünphasen der Ampeln oder mit einem Maßband das Sichtfeld an kritischen Orten.

„Wenn Kinder selbst auf Probleme aufmerksam machen, dann findet das schließlich viel eher Gehör“, sagt Reinkober.

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