Die Schüler nutzen ihren letzten Ferientag im Burscheider Winterparadies.

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Nicole (links) und Jennifer haben an ihrem letzten Ferientag nochmal richtig Spaß beim Rodeln in Herkensiefen. (Fotos (2): Jürgen Venn)

Nicole (links) und Jennifer haben an ihrem letzten Ferientag nochmal richtig Spaß beim Rodeln in Herkensiefen. (Fotos (2): Jürgen Venn)

Nicole (links) und Jennifer haben an ihrem letzten Ferientag nochmal richtig Spaß beim Rodeln in Herkensiefen. (Fotos (2): Jürgen Venn)

Burscheid. Zu einem besseren Zeitpunkt hätte der Winter sich wohl nicht zurückmelden können. Zumindest die Schüler freuten sich mächtig über die weiße Pracht auf den Hügeln rund um Burscheid und nutzten am Dienstag ihren letzten Ferientag bei strahlendem Sonnenschein, um auf den bereits vom Vortag eingefahrenen Pisten nochmal richtig Gas zu geben. Die eisigen Temperaturen sorgten für spiegelglatte Abfahrten.

Und während die Schüler noch ihre letzten Stunden vor Unterrichtsbeginn auskosteten, sorgten die Hausmeister dafür, dass die Schulhöfe geräumt sind und es schön warm ist in den Klassenräumen. "Alle Heizungen laufen", berichtet Renate Bergfelder-Weiss, Pressesprecherin der Burscheider Stadtverwaltung. Und auch sonst hätten die Hausmeister nach der wohl kältesten Nacht dieses Winters mit Temperaturen um minus 10 Grad (siehe Kasten) keine Vorkommnisse gemeldet. Keine geplatzten Rohre, keine vereisten Schlösser - der Vorlauf von zwei Tagen für das städtische Personal an den Schulen sei sehr gut gewesen, um ein mögliches Chaos zu verhindern

Trotz der klirrenden Kälte meldeten auch die Technischen Werke und die Stadtwerke gestern nicht einen einzigen Vorfall. "Wir haben unsere Rohre so tief im Boden vergraben, dass die Kälte ihnen nichts anhaben kann", erklärt Christian Meuten, Prokurist bei den Stadtwerken. Das Mindestmaß seien 80 Zentimeter. Und schon früh im vergangenen Jahr habe man die Kunden informiert, die Wasserleitungen außerhalb des Hauses abzustellen. Auch hier habe sich niemand gemeldet.

Beim Schlüsselnotdienst liefen die Drähte heiß

Ganz ohne Probleme geht es dann bei den eisigen Temperaturen doch nicht: Beim Schlüsselnotdienst von Manfred Kiel an der Hauptstraße liefen die Drähte heiß - wegen eingefrorener Schlösser an Haustüren. Eine 86-jährige Frau hatte ihr Schloss im vergangenen Jahr mit Pflanzenöl präpariert. "Irgendwann verharzt der ganze Kram und spätestens bei diesen Temperaturen ist Feierabend", erklärt Kiel. Kleinste Federn in dem Mechanismus würden streiken, sogar mit Wärme sei dieses Problem nicht mehr zu bewältigen. Bei allen gestrigen sechs Fällen mussten die Zylinder raus. Und am Mittwoch stehen weitere Aufträge an. Kosten mit Anfahrt mindestens: 60Euro. Ein Pflegemittel mit Enteiser und Graphit zur frühzeitigen Vorbeugung koste dagegen nur 6 Euro, empfiehlt der Fachmann.

Autofahrer seien übrigens nicht unter seinen Kunden gewesen. "Die wissen eigentlich genau, was sie nehmen müssen."

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