Die Kraftwerksbesitzerin Ursula Halbach hat das Angebot ins Leben gerufen.

diepental
Kein Einkehren, sondern eine Ruhepause auf Baumstämmen – so genießen die Besucher an der Diepentalsperre das neue Café Platzhirsch (im Hintergrund).

Kein Einkehren, sondern eine Ruhepause auf Baumstämmen – so genießen die Besucher an der Diepentalsperre das neue Café Platzhirsch (im Hintergrund).

Der abgesenkte Wasserspiegel der Diepentalsperre geht auf eine Verfügung der Bezirksregierung zurück.

Ursula Halbach, Bild 1 von 2

Kein Einkehren, sondern eine Ruhepause auf Baumstämmen – so genießen die Besucher an der Diepentalsperre das neue Café Platzhirsch (im Hintergrund).

Rhein.-Berg. Kreis. Der Frühling kommt, die Ausflugslaune wächst – und ein klassisches Ausflugsziel der Region rückt wieder in den Blick: die Diepentalsperre. Am Wochenende und in den Ferien können die Ausflügler jetzt mit einem neuen gastronomischen Angebot rechnen – dem mobilen Café Platzhirsch.

„Viele Leute mit Kindern kommen zum Spazieren, wollen aber nicht irgendwo einkehren“, sagt Ursula Halbach, Eigentümerin des Kraftwerks an der Talsperre. Also hat sie zusammen mit ihrem Mann Erik Weiglhofer-Halbach die Idee eines Anhängers geboren, der bei schönem Wetter an mehreren genehmigten Stellen entlang der Talsperre aufgestellt werden kann.

Angeboten werden verschiedene Kaffeespezialitäten, dazu Waffeln, Kuchen und Kaltgetränke. „Bisher wird das total gut angenommen“, sagt die hauptberufliche Trainerin in der Hebammenpraxis Opladen über das seit Anfang Februar eingeführte Café. Über die flexiblen Öffnungszeiten und Standorte informiert aktuell die Internetseite; auch auf Facebook kann man dem gastronomischen Angebot folgen.

Keine Konkurrenz zur Bauernstube mit Biergarten

Für Halbach ist ihr kleiner Wagen keine Konkurrenz, sondern eine gute Ergänzung zur ebenfalls seit 1. März wieder geöffneten Bauernstube und Biergarten von Christa Moeres. „Wir haben ein nettes Verhältnis zueinander.“ So besteht für Ausflugsgäste gleich doppelter Ersatz für schon lange geschlossene Restaurant in Diepental.

Wer nun allerdings den Blick schweifen lässt, blickt weiterhin auf einen abgesenkten Wasserspiegel an der Talsperre, Folge einer Verfügung der Bezirksregierung, die Sicherheitsbedenken bei der in die Jahre gekommenen Anlage hatte. Und daran wird sich auch nichts ändern, bis über die Zukunft der Talsperre entschieden ist.

Wupperverband bemüht sich um Fördergelder

Seit einem Jahr liegt eine Machbarkeitsstudie vor, im Juli 2014 wurde der Wupperverband vom Runden Tisch (Kommunen, Eigentümer und Wupperverband) mit der Entwicklung des Areals beauftragt.

Nach Aussage einer Sprecherin ist der Verband noch immer damit befasst, im Gespräch mit der Bezirksregierung Möglichkeiten der Förderung einer ökologischen Umgestaltung zu ermitteln. Sie würde schätzungsweise eine Million Euro kosten – so viel wie auch eine Sanierung zum Erhalt der Talsperre. Doch Letztere wäre nicht förderfähig und scheidet als Option daher aus.

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