Am Anfang konnte der Bürgerbus nicht kostendeckend fahren. Die Wende zum Positiven gelang 2007.

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Auch Hunde schätzen den Bürgerbus: Dorothea Schulz ist mit ihrem Mops Nando regelmäßiger Fahrgast auf der Linie 249.

Auch Hunde schätzen den Bürgerbus: Dorothea Schulz ist mit ihrem Mops Nando regelmäßiger Fahrgast auf der Linie 249.

Auch Hunde schätzen den Bürgerbus: Dorothea Schulz ist mit ihrem Mops Nando regelmäßiger Fahrgast auf der Linie 249.

Burscheid. "Bürgerbus fährt auf Rekord zu", meldete der BV Anfang Dezember 2009. Am Jahresende hatte der Verein mit 14.070 Fahrgästen in der Tat ein neues Rekordergebnis zu verzeichnen. So positiv waren die Schlagzeilen zu Beginn der Bürgerbusgeschichte nicht. Der Durchbruch gelang erst mit der Übernahme der GriesbergSchleife.

Nach seinem Start am 2. Mai 2005 schaffte es der Bürgerbusverein zunächst nicht, das Minimalziel von 300 zahlenden Fahrgästen pro Monat zu erreichen. Im ersten Jahr konnte er nicht kostendeckend arbeiten. Betriebskostenzuschüsse aus der damals noch gezahlten ÖPNV-Pauschale des Kreises halfen, die Finanzlücken zu schließen.

Die Wende zum Positiven gelang 2007. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Fahrgastzahlen mehr als verdoppelt werden. Der Grund: Die Politik hatte entschieden, die Griesberg-Schleife, die bis dahin von der Linie 229 der Wupsi bedient wurde, dem Bürgerbus zu übertragen.

Gerade noch rechtzeitig, denn ein Jahr später entfiel die ÖPNV-Pauschale komplett. Seither muss der Verein auf eigenen Beinen stehen, Reparaturen finanzieren - und Geld für einen neuen Bus zurücklegen.

Denn der wird, so kalkuliert der städtische Bürgerbus-Koordinator Siegfried Kempf, in etwa dreieinhalb Jahren fällig werden. 60.000 Euro sind dafür nötig, die Hälfte kommt vom Land. Bleiben also 30.000 Euro, die der Verein bis dahin angespart haben muss. Derzeit liegt das Guthaben zwar (auch dank der Werkeeinnahmen am und im Bus) schon fast bei dieser Summe, aber aus diesem Topf werden auch die Werkstattbesuche bezahlt.

Derzeit hat der Verein 50 Mitglieder, davon 28 Fahrer. Zwei weitere stehen noch vor der ärztlichen Untersuchung. Unter den künftig 30 ehrenamtlichen Fahrern befinden sich dann auch drei Frauen.

Zufrieden bilanziert Kempf, der Bürgerbus sei "nicht mehr wegzudenken, besonders für den Griesberg und ältere Menschen, die mit Rollator unterwegs sind". Gerade die Freundlichkeit der Fahrer sei seine Stärke.

Ob in diesem Jahr wieder ein neuer Rekord aufgestellt wird, ist fraglich. "Aber wir kommen in die Nähe des Vorjahresergebnisses."

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