Der Ausschuss hatte der Verlagerung des Verknüpfungspunktes trotz Kritik zugestimmt. Aber ein Schreiben der Stadt an den Kreis erweckt einen anderen Eindruck.

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Trotz aller Missverständnisse: Der Umsteigepunkt der Linie 239/240 wird zumindest bis zum kommenden Jahr weiter an der Füllsichel liegen.

Trotz aller Missverständnisse: Der Umsteigepunkt der Linie 239/240 wird zumindest bis zum kommenden Jahr weiter an der Füllsichel liegen.

Doro Siewert

Trotz aller Missverständnisse: Der Umsteigepunkt der Linie 239/240 wird zumindest bis zum kommenden Jahr weiter an der Füllsichel liegen.

Burscheid. Kommunikation ist manchmal ein schwieriges Unterfangen - Missverständnisse nicht ausgeschlossen. Michael Baggeler (BfB), Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses, fiel jedenfalls am Freitag aus allen Wolken, als er im BV von der Entscheidung des Kreises in Sachen Buslinie 239/240 las.

Die Schlussfolgerung in Bergisch Gladbach, der Kompromissvorschlag zu der getrennten Linie habe in Burscheid keine Zustimmung gefunden, sei falsch. "Wir haben der Vorlage im Ausschuss einstimmig zugestimmt."

Zwar habe es in der Sitzung Kritik am Fortbestand der Trennung gegeben. Aber die "nur zweitbeste Lösung" (Baggeler), nämlich die Verlegung des Verknüpfungspunktes von der Füllsichel an den Busbahnhof, sei einstimmig zur Kenntnis genommen worden. "Der Kompromiss war ja auch in drei interfraktionellen Sitzungen ausgehandelt worden."

Beim Gespräch Ende August "auf den Busch geklopft"

Auch Bürgermeister Hans Dieter Kahrl sagte am Freitagn, die Schlussfolgerungen des Kreises aus der Burscheider Kritik seien "in dieser Eindeutigkeit nicht richtig". Zwar hätten er und Verwaltungsmitarbeiter Kurt Berger bereits am 27. August in einem Gespräch mit dem Kreis und den Verkehrsbetrieben "auf den Busch geklopft" und erklärt, "dass eine vernünftige Lösung nur die Durchgängigkeit der Linie sein kann". Aber eine kleine Verbesserung sei besser als gar keine. "Und formal hat der Ausschuss trotz seiner Kritik dem Vorschlag zugestimmt."

Beim Kreis wiederum herrschte gestern Verwunderung ob der neuen Töne aus Burscheid. Denn hier liegt ein von Kahrl unterschriebener Brief vom 11. September vor, im dem einen Tag nach der Burscheider Ausschusssitzung von einer zustimmenden Zurkenntnisnahme des Kompromisses überhaupt nicht die Rede ist.

Stattdessen wird allein die Forderung nach der Durchgängigkeit der Linie betont. Die Teilung sei "dem ÖPNV-Nutzer nicht zu erklären und zu vermitteln". Gegen die Aufgabe des Haltepunktes Füllsichel gebe es "erhebliche Bedenken".

So oder so: Beim Kreis sieht man trotz offenbar nun doch bestehender Zustimmung aus Burscheid keine Chance, die Änderungen schon zum Fahrplanwechsel im Dezember umzusetzen. Dazu, so Sprecherin Birgit Bär, müsse erst noch in Leverkusen die Entscheidung zum Fortfall der Oka-Kaufhaus-Schleife fallen.

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