ÖPNV: Sowohl Burscheid als auch Leverkusen müssten dafür auf Schleifen in der Linienführung verzichten.

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Seit vier Jahren werden die Fahrgäste der Buslinie 239/240 mit einer Trennung an der Haltestelle „Füllsichel“ gequält.

Seit vier Jahren werden die Fahrgäste der Buslinie 239/240 mit einer Trennung an der Haltestelle „Füllsichel“ gequält.

Doro Siewert

Seit vier Jahren werden die Fahrgäste der Buslinie 239/240 mit einer Trennung an der Haltestelle „Füllsichel“ gequält.

Burscheid. Die Buslinie 239/240 zwischen Hilgen und Opladen, seit vier Jahren durch ihre Trennung an der Haltestelle "Füllsichel" größtes Ärgernis des Burscheider Nahverkehrs, beschäftigt kommende Woche Mittwoch erneut den Kreisverkehrsausschuss. Laut Verwaltungsvorlage laufen derzeit Gespräche über "greifbare Lösungsansätze zur Aufhebung der Linienführung". Das bestätigt auch Burscheids Bürgermeister Stefan Caplan.

Wie nah die Lösung ist, dazu wollte sich der Kreis am Mittwoch noch nicht äußern. "Wir müssen erst die Ergebnisse aller Gespräche abwarten", sagte Kreispressesprecherin Birgit Bär. Dabei sind die Verhandlungen schon sehr weit gediehen - so weit, dass auch die Fraktionen in Burscheid bereits Mitte August von Bürgermeister Caplan über das mögliche Ende des Trauerspiels informiert wurden.

Durchgängigkeit nur durch Zeitersparnis erreichbar

Kernpunkt der bisher erfolgten Abstimmungen zwischen Kreis, Burscheid, Leverkusen und den beteiligten Busbetrieben Wupsi und Wiedenhoff: Die Herstellung der Durchgängigkeit ist nur durch Zeitersparnis im Fahrplan zu erreichen. Und da sollen sowohl Burscheid als auch Leverkusen ein bisschen in den sauren Apfel beißen.

Auf Burscheider Seite ist ein Verzicht auf die Linienführung über Mittel- und Hauptstraße im Gespräch. Die Busse würden stattdessen weiter auf der L 291 (frühere B 232) fahren. Abgemildert wird diese "bittere Pille" durch ihre zeitliche Begrenzung bis zu dem Moment, wo eine Verlegung des Busbahnhofs in Hilgen an den Raiffeisenplatz schon dort für die notwendige Linienoptimierung führt.

Außerdem werden zu Stoßzeiten während des Schüler- und Berufsverkehrs vormittags, mittags und nachmittags zeitgleich mehrere Ergänzungsbusse eingesetzt, die dann wie bisher die Schleife über Mittel- und Hauptstraße fahren sollen.

Donnerstag: Die Bezirksvertretung in Leverkusen berät über den Verzicht auf die Oka-Schleife. 8. September: Der Kreisverkehrsausschuss wird über die Leverkusener Entscheidung und den denkbaren Weg zur Aufhebung der Linientrennung informiert. 23. September: Der Stadtentwicklungsausschuss in Burscheid muss sein Okay zu den Burscheider Einschränkungen geben.

Auf Leverkusener Seite wird schon seit Jahren ein Verzicht auf die so genannte Oka-Schleife zu dem einstigen Kaufhaus diskutiert. Der Bus würde stattdessen in Opladen direkt links zum Busbahnhof abbiegen.

Jetzt sind die politischen Gremien gefragt, die nötigen Entscheidungen zu treffen. Das betrifft sowohl die Bezirksvertretung in Leverkusen als auch den Kreisverkehrsausschuss und den Stadtentwicklungsausschuss in Burscheid. Gibt es seitens der Politik keine Einwände, könnte die Linientrennung spätestens zum Fahrplanwechsel im Dezember ihr ersehntes Ende finden.

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