Innerhalb der nächsten vier Wochen soll die Stadt neue Eigentümerin der Bahntrasse sein.

Auch das Bahngelände jenseits der eigentlichen Trasse soll sich in Kürze in städtischer Hand befinden.
Auch das Bahngelände jenseits der eigentlichen Trasse soll sich in Kürze in städtischer Hand befinden.

Auch das Bahngelände jenseits der eigentlichen Trasse soll sich in Kürze in städtischer Hand befinden.

Barbara Sarx

Auch das Bahngelände jenseits der eigentlichen Trasse soll sich in Kürze in städtischer Hand befinden.

Burscheid. Eigentlich war für Dienstag schon der Beurkundungstermin angesetzt. Doch jetzt stehen noch einige Abstimmungen mit dem Landesbetrieb Straßenbau aus.

Nichts Problematisches, wie Bürgermeister Hans Dieter Kahrl versichert. "Ich gehe davon aus, dass wir den Vertrag mit der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft über die Bahntrasse in den nächsten vier Wochen abschließen." Dann wäre die Stadt die neue Eigentümerin.

Zumindest gilt das für den Teil der Trasse, der für den Radweg vorgesehen ist. Rund eine halbe Million Euro soll dafür fällig werden, einen Großteil trägt das Landesprogramm "Alleenradwege auf ehemaligen Bahntrassen". An der Stadt bleiben für Grunderwerb und Radwegebau insgesamt etwa 350.000 Euro hängen.

Doch damit ist noch nicht die gesamte Bahnfläche in städtischer Hand. Für das zusätzliche Gelände, das insbesondere im Bereich der Bahnhöfe über die eigentliche Trassenfläche hinausgeht, muss die Stadt noch gesonderte Verhandlungen mit dem DB Immobilien-Service führen.

"Zunächst wird es um die Flächen in Burscheid gehen", kündigt Kahrl an. Auch hier erwartet der Bürgermeister einen Vertragsabschluss in vier bis sechs Wochen. Später soll dann auch Hilgen dazukommen.

radweg Der geplante Alleenradweg Balkantrasse führt über gut 23 Kilometer von Remscheid-Lennep nach Wermelskirchen und weiter bis zur westlichen Stadtgrenze Burscheids. Der Burscheider Streckenanteil misst 7,5 Kilometer.

3,2 Kilometer der Burscheider Strecke können über Bundesmittel finanziert werden. Den Rest tragen Stadt und Land.

Zwei Bahnflächen bleiben allerdings vorerst ausgespart: das Areal des denkmalgeschützten, aber maroden ehemaligen Werkstattgebäudes der Bahnmeisterei und die Kleingärten. In Sachen Werkstattgebäude geht die Auseinandersetzung um den Denkmalschutz weiter. Die Bahn hat noch nicht abschließend auf das Protestschreiben der Stadt zum Zustand des Objekts reagiert. Möglicherweise steht auf Dauer auch die Streichung aus der Denkmalliste an.

Finanzierungsantrag steht noch aus

Bevor die Bauarbeiten am Radweg aber wirklich beginnen können, muss auch noch der Finanzierungsantrag der Städte Burscheid, Wermelskirchen und Remscheid bei den Bezirksregierungen in Köln und Düsseldorf bewilligt sein. Grundsätzlich hat das Land einer Förderung für die drei Radwege-Kommunen schon zugestimmt und sie im Radwege- und Straßenprogramm für 2009 vorgesehen.

In den nächsten Tagen soll jetzt die Detailplanung zum Radweg als Voraussetzung für den konkreten Finanzierungsantrag abgeschlossen werden. Den Antrag selbst will die Stadt innerhalb der kommenden zwei Wochen auf den Weg bringen.

Denn den Baubeginn will Bürgermeister Kahl am liebsten noch vor Ende seiner Amtszeit erleben. Und die dauert noch bis zum 20. Oktober.

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