In Leichlingen haben sich Menschen getroffen, die bei der US-Bank ihr Geld verloren haben.

Viele Anleger hatten auf die Geschäfte der US-Bank Lehman Brothers vertraut.
Viele Anleger hatten auf die Geschäfte der US-Bank Lehman Brothers vertraut.

Viele Anleger hatten auf die Geschäfte der US-Bank Lehman Brothers vertraut.

dpa

Viele Anleger hatten auf die Geschäfte der US-Bank Lehman Brothers vertraut.

Leichlingen. Vor allem Menschen, deren Bank zum Kauf von Zertifikaten der amerikanischen Bank Lehman Brothers geraten hat, gehören zu den Geschädigten. Grund genug für Volker Wittig, den Regional-Sprecher der Interessen-Gemeinschaft Lehman-Geschädigter, auch für Leichlingen und Solingen die Betroffenen zusammenzubringen.

Fast 40 Personen sind zu dem ersten Treffen gekommen

Fast 40 Personen sind zum ersten Treffen in die Räume der UWG in Witzhelden gekommen. "Um es gleich vorweg zu sagen: Chancen hat nur, wer gegen seine Bank wegen Beratungsfehlern klagt", kritisiert Wittig, selbst Opfer. Überwiegend seien es Kunden der Citibank, die teilweise einen Totalverlust ihrer Ersparnisse hinnehmen mussten.

Dabei sei oft von einem 100-prozentigen Kapitalschutz die Rede gewesen. "Das dass nur gilt, wenn die Bank nicht pleite geht und im Kleingedruckten das Emittentenrisiko komplett auf den Käufer der Zertifikate abgewälzt wurde, wurde in fast keinem Beratungsgespräch erwähnt", so Wittig. Und so standen viele nach der Bank-Pleite ohne einen Cent da.

So wie Rosemarie Hofmann aus Langenfeld. Noch am 9. September, sechs Tage vor dem Zusammenbruch, habe man ihr geraten, ihre 2007 für 30 600 Euro erworbenen Zertifikate zu halten.

"Wir müssen jetzt die Geschädigten zusammenführen, Beweise von Falschberatungen sammeln und Musterklagen führen", betont Wittig. Dabei sei auch darauf zu achten, dass nach drei Jahren die Verjährung einsetzt. "Wir wollen also zügig weitermachen", kündigt Volker Wittig bereits für Anfang März ein weiteres Treffen an.

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