Damit kommt der Kreis einer alten Forderung zur Entschärfung der Kreuzung Dierath/Industriestraße nach.

Landstrasse 291
Grund zum frühzeitigen Bremsen auf der L 291: Tempo 50 gilt seit dieser Woche in Fahrtrichtung Burscheid schon vor der Kreuzung Dierath/Industriestraße.

Grund zum frühzeitigen Bremsen auf der L 291: Tempo 50 gilt seit dieser Woche in Fahrtrichtung Burscheid schon vor der Kreuzung Dierath/Industriestraße.

Auch in Fahrtrichtung Leverkusen darf man erst hinter der Kreuzung auf 70 km/h erhöhen.

Doro Siewert, Bild 1 von 2

Grund zum frühzeitigen Bremsen auf der L 291: Tempo 50 gilt seit dieser Woche in Fahrtrichtung Burscheid schon vor der Kreuzung Dierath/Industriestraße.

Burscheid. Das Tempo-50-Schild steht unscheinbar am Straßenrand der Landstraße 291. In dieser Woche wurde es von der Kreisverwaltung aufgestellt. So unspektakulär endet ein Politikum, das vor allem im vergangenen Jahr immer wieder für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Ab sofort müssen die Autofahrer schon vor Erreichen des Ortsschilds „Kuckenberg“ vom Gas – und damit auch noch vor der Kreuzung L 291/Dierath/Industriestraße. Und auch in umgekehrter Richtung kann erst hinter der Kreuzung auf 70 Stundenkilometer angezogen werden.

Lange war seitens der Burscheider Kommunalpolitik die Forderung nach einem Kreisverkehr an der Kreuzung erhoben worden, nachdem der Alternativvorschlag einer Ampelanlage Ende 2010 vom Kreis abgelehnt worden war.

Keine Chance auf höhere Dringlichkeit des Kreisverkehrs

Doch auch der Kreisverkehr konnte sich nicht durchsetzen. Alle Versuche, über das Burscheider Regionalratsmtiglied Ralf ten Haaf (SPD) oder den Regionalratsvorsitzenden Rainer Deppe (CDU) eine vordringlichere Umsetzung des Vorhabens zu erreichen, scheiterten.

Der Kreisverkehr rangiert auf einer Prioritätenliste des Landesprogramms „Um- und Ausbau von Landstraßen“ auf den Rängen 81 bis 85 – bei einer Realisierung von drei bis vier Vorhaben pro Jahr. Grund war die aus Sicht der Behörden nicht nachgewiesene erhöhte Unfallgefahr an dieser Stelle. Auch Kreispressesprecher Alexander Schiele sprach am Mittwoch davon, die Stelle sei „vollkommen unauffällig“. Dennoch habe der Kreis den Sorgen der Bevölkerung Rechnung tragen wollen.

Die Kommunalpolitik fordert einen Kreisverkehr an der Kreuzung.

Die zuständige Unterkommission vertagt den Antrag auf höhere Dringlichkeit.

Der Antrag wird abgelehnt.

Die Zusage für das Erweitern des Tempo-50-Bereichs auf die Kreuzung hatte der Kreis erst im vergangenen November auf der Sitzung der zuständigen Unterkommission des Regionalrats gegeben, nachdem kurz zuvor Anwohner 280 Unterschriften für eine Verbesserung der Verkehrssituation gesammelt hatten. Bis dahin war die Mindestforderung der Anwohner und Politiker immer mit dem Hinweis abgelehnt worden, eine Ausdehnung der Tempo-50-Zone vor den Ortseingang Kuckenberg sei rechtlich nicht zulässig.

Eine Haltung, die in Burscheid immer wieder heftige Kritik hervorgerufen hatte: von „unsäglich“ (Bürgermeister Caplan) bis zu „Dieser Bürokratismus. Da muss man doch wirklich mal reinhauen“ (Gert Weber, FDP).

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