Zwei Leverkusener stellen ihre Skulpturen und Bilder zwei Wochen in Burscheid aus.

Ausstellung
Winfried Gille (links), hier mit einem von ihm entworfenen Fisch, und Wolfgang Schumacher zeigen ihre Werke im Badehaus.

Winfried Gille (links), hier mit einem von ihm entworfenen Fisch, und Wolfgang Schumacher zeigen ihre Werke im Badehaus.

Barbara Sarx

Winfried Gille (links), hier mit einem von ihm entworfenen Fisch, und Wolfgang Schumacher zeigen ihre Werke im Badehaus.

Burscheid. An den Wänden Ölbilder und Zeichnungen, im Raum Metall-Skulpturen: das Burscheider Badehaus präsentiert sich mit der Ausstellung „Transformationen“ von Winfried Gille und Wolfgang Schumacher selbst als idealer Ausstellungsort.

Beide Künstler sind Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Leverkusener Künstler, Wolfgang Schumacher seit 1991, Winfried Gille seit 2009. Die Idee zur gemeinsamen Ausstellung kam Wolfgang Schumacher. In drei Serien zeigt er Landschaften und Stadtlandschaften, Tiere, malerisch und zeichnerisch verwandelte Fotos.

Das Konzept der Bilder: ein eigenes Foto zu einer Komposition beschneiden, dann mit digitalem Filter verändern, schließlich mit Öl auf Leinwand malen. Er variiert dabei unter anderem mit weichem Licht, Buntstiftschraffur, Malmesser, Nachzeichnen mit der Feder, Helligkeit und Kontrasterhöhung. So sind vor allem faszinierende Tierbilder entstanden, die sich dem Auge zum Teil erst mit einem gewissen Abstand erschließen, wie das Bild „elefant“.

Filigrane Arbeit der Zeichnungen erkannt man nur aus der Nähe

Die Landschafts- und Stadtbilder sind direkter, hier geht der Reiz von der Komposition aus. Die kleinformatigen Zeichnungen mit Tinte, Marker und Farbstift, die meisten erst in diesem Jahr entstanden, zum Beispiel „Libelle“, „Kampf der Nashörner“, sollte man von nahem betrachten, an das Bild herangehen um die filigrane Arbeit richtig zu erkennen.

In ganz anderer Weise verfremdet Winfried Gille die Realität. Seine Skulpturen und Objekte, aus „ganz normalem Eisen“ geschaffen, vermitteln „mit einem gewissen Augenzwinkern“ Botschaften: der große Adler als Sinnbild der Freiheit für Mensch und Natur, der eine Fisch, der gegen den Strom schwimmt, der Mann, der sich von seinen Ketten zu lösen versucht und der Riesenfisch in der Mitte, in dessen offenem Bauch verwickelte Drehspäne zu sehen sind. „Muße“ nennt er die Skulptur, bei der eine Gestalt mit angedeuteten Flügeln auf einer Scheibe sitzt, die je nachdem von welcher Seite man sie betrachtet, silbern oder golden schimmert.

Die Ausstellung ist mittwochs von 18 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Oktober zu sehen.

Eine augenzwinkernde Verbindung zum Ausstellungsort stellt die lebensgroße Skulptur „Badender“ aus Holz und Eisen dar. Handtuch und Seife und eine Plastik-Duschhaube signalisieren humorvoll die Notwendigkeit einer Körperreinigung.

Mit leisem Humor hatte auch der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Leverkusener Künstler, Werner Pusch, seine Einführungsworte gewürzt. Den Betrachtern der Bilder und Objekte legte er ans Herz, die Augenblicke der Inspiration in den Werken bewusst wahrzunehmen.

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