Mit dem Reitroutennetzkonzept sollen die Reitgebiete besser vernetzt und auch neue Wege geschaffen werden.

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Reiten wird im Kreis zum Wirtschaftsfaktor. Daher sollen die Reiter in Rhein-Berg bald bessere Bedingungen vorfinden.

Reiten wird im Kreis zum Wirtschaftsfaktor. Daher sollen die Reiter in Rhein-Berg bald bessere Bedingungen vorfinden.

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Reiten wird im Kreis zum Wirtschaftsfaktor. Daher sollen die Reiter in Rhein-Berg bald bessere Bedingungen vorfinden.

Rhein.-Berg. Kreis. Am Ende des vergangenen Jahres wurden die vorläufigen Ergebnisse der Arbeitsgruppen der einzelnen Kreisstädte zur Umsetzung des „Reitroutennetzkonzeptes“ (RNK ) im Kreistag vorgestellt. Mit Hilfe des RNK will der Kreis nicht nur die Reitgebiete in Rhein-Berg untereinander besser vernetzen, sondern auch in Burscheid neue Reitwege schaffen.

Anlass dieses Projektes ist die Einschätzung, dass Freizeitsportler – unter anderem eben auch Reiter – zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor in der Region geworden sind. Nach Angaben der Unteren Landschaftsbehörde lebten 2010 insgesamt rund 5200 Pferde im Kreis. Laut Reiterlicher Vereinigung schaffen drei bis vier Pferde jeweils einen Arbeitsplatz.

Im Zuge des Reitroutennetzkonzeptes steht nicht, wie man zunächst meinen könnte, das Anlegen neuer Reitwege im Vordergrund. Vielmehr sollen bestehende Pfade durch neue Beschilderungen umgewidmet werden. Im Kreis ist das in den vergangenen Monaten zum Teil auch schon geschehen.

Belange anderer Nutzer sollen berücksichtigt werden

Die Gespräche zur kommunalen Beteiligung am RNK ergaben im Nordkreis laut Bericht im Kreistag durchweg „verhalten positive Resonanz“. Die Umsetzung dürfe allerdings keine Kosten und Folgekosten für die Kommunen verursachen. Und die Interessen der anderen Nutzergruppen (Wanderer, Jogger, Radfahrer, Landwirte, Waldbesitzer) sollen unbedingt berücksichtigt werden.

Laut Mitteilung der Kreisverwaltung ist der Tenor der Kommunen zum RNK im Nord- und Südkreis einheitlich: Die Umsetzung stehe überall unter dem Vorbehalt der der schwierigen Finanzsituation der öffentlichen Haushalte. Die Klärung von Haftungs- und Verkehrssicherungsfragen und deren Folgen für die Waldbesitzer wie auch für die Kommunen seien ein wesentliches Kriterium zum Fortgang und Erfolg des Projektes.

Aus Sicht der Waldbesitzer müssen erst einige Voraussetzungen erfüllt werden, ehe dem Konzept zugestimmt werden könne: Unter anderem sollen regelmäßig Sichtkontrollen an den Reitwegen vorgenommen werden. Insbesondere an den privaten Wegen und Flächen sollen notwendige Maßnahmen ohne zusätzliche Kosten erbracht werden. Die Kostenübernahme für eventuelle Schäden soll vom Versicherer geregelt werden.

Burscheid will das Konzept „konstruktiv begleiten“

Burscheid teilte mit, dass die Stadtverwaltung von der Politik beauftragt wurde, die Entwicklung des Reitroutenkonzeptes weiterhin „konstruktiv zu begleiten“. Die Festlegung der Routen sowie der Maßnahmen zur Sicherung und Unterhaltung von Reit-routen auf dem Stadtgebiet sollen noch den zuständigen Ausschüssen zur Entscheidung vorgelegt werden.

Burscheids Problem aus Reitersicht: Die Stadt ist durch eine hohe Besiedlungsdichte und die starke Zerschneidung durch wichtige Verkehrswege (A 1, B 51, L 291) gekennzeichnet. Diese Verkehrswege stellen schwer oder teilweise nicht zu überwindende Hindernisse dar. Daher bleibe nur wenig Raum zum Reiten in der Landschaft.

Wichtig sei hier der Anschluss der zum Teil touristisch ausgerichteten Reitbetriebe an benachbarte und überregionale Reitgebiete. Die weitere Planung in Burscheid soll sich daher auf die überregionale Anbindung sowie die Schaffung von Verbindungswegen konzentrieren.

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