Wer hat von den 1,45 Millionen Euro profitiert, wie ist die Stadt zurechtgekommen? Ein Überblick.

Die größte Investition: Mit 500 000 Euro floss knapp ein Drittel des Geldes aus dem Konjunkturpaket II in den Bau der Kunstrasenplätze in Hilgen (Foto) und Burscheid.  Archiv
Die größte Investition: Mit 500 000 Euro floss knapp ein Drittel des Geldes aus dem Konjunkturpaket II in den Bau der Kunstrasenplätze in Hilgen (Foto) und Burscheid. Archiv

Die größte Investition: Mit 500 000 Euro floss knapp ein Drittel des Geldes aus dem Konjunkturpaket II in den Bau der Kunstrasenplätze in Hilgen (Foto) und Burscheid. Archiv

Zweitgrößter Posten: Knapp 430 000 Euro steckte die Stadt in neue Fenster und die Fassadendämmung der offenen Ganztagsschule an der Montanusschule.

Platz drei: Fast 200 000 Euro dienten der Wärmedämmung und Dacherneuerung der Pausenhallen an der Realschule. Fotos (2): Barbara Sarx

Doro Siewert, Bild 1 von 3

Die größte Investition: Mit 500 000 Euro floss knapp ein Drittel des Geldes aus dem Konjunkturpaket II in den Bau der Kunstrasenplätze in Hilgen (Foto) und Burscheid. Archiv

Burscheid. Es war als staatlicher Impuls gegen die Wirtschaftskrise gedacht. 1,45 Millionen Euro sind im Zuge des Konjunkturpakets II auch nach Burscheid geflossen. Davon sollten zwei Drittel in den Bildungsbereich und ein Drittel in sonstige Infrastruktur fließen. Im April 2009 befasste sich der Rat erstmals mit der Verteilung des Geldes.

Ende 2011 endete die Abrechnungsfrist für die geförderten Projekte. Holger Wilke, Leiter des Hochbauamts, ist hochzufrieden: „Vieles davon hätten wir sonst in der kurzen Zeit schon allein finanziell nicht geschafft.“

Geld musste zügig verwendet werden

Durch die Befristung war der Druck auf die Verwaltung groß. Profitiert haben vier Schul- und zwei Sporteinrichtungen sowie die Burscheider Tafel. Größter Posten waren dabei die neuen Kunstrasenplätze in Burscheid und Hilgen: In den Umbau wurden zwischen Mai 2010 und April 2011 insgesamt 500 000 Euro investiert. Die jeweiligen Mehrkosten haben die Vereine BV Burscheid und TG Hilgen übernommen.

Zweitgrößter Profiteur des Pakets war die offene Ganztagsschule der Montanusschule. In Fenster und Fassadendämmung flossen 430 000 Euro. Der rheinischen Landeskirche wurden zudem 200 000 Euro für Wärmedämmung und Dachsanierung an den Pausenhallen der Realschule zur Verfügung gestellt. Burscheid finanziert dort den dritten Zug.

Weitere Nutznießer: die Schulberghalle (neue Oberlichter und energetische Sanierung der Lüftungsanlage für 180 000 Euro), die Hans-Hoersch-Halle (neue Fenster, Hallendecke und Beleuchtung für 140 000 Euro) sowie die Tafel (10 000 Euro für die Aufstellung der Container).

Die Bundesregierung beschließt als Reaktion auf die Wirtschaftskrise 2008/2009 den Pakt für Beschäftigung und Stabilität in Deutschland (Konjunkturpaket II). Dazu zählen auch Investitionsmittel der öffentlichen Hand, die zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent von den Ländern zur Verfügung gestellt werden.

Der Rat votiert dafür, zwei Drittel der 1,45 Millionen Euro, die Burscheid aus dem Paket erhält, in die (energetische) Sanierung der Hans-Hoersch-Halle, der offenen Ganztagsschule und der Realschule zu stecken.

Der Rat genehmigt die Verwendung der Restmittel für den Bau zweier Kunstrasenplätze in Burscheid und Hilgen sowie einen Zuschuss an die Burscheider Tafel.

Profiteur ist aber auch die Stadt selbst, die auf diesem Weg ihre Energiekosten senken konnte. Und bei der Endabrechnung waren nach einigen Mittelverschiebungen zwischen den Maßnahmen von den 1,45 Millionen Euro noch rund 35 Euro übrig – „das nenne ich eine super Punktlandung bei so vielen Projekten“, freute sich Bürgermeister Stefan Caplan.

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