Die Sozialdemokraten haben am Donnerstag ihre Eckpunkte für den Wahlkampf vorgestellt.

Wollen Burscheid aufblühen lassen (v.l.): SPD-Fraktionschef Dieter Müller, Bürgermeisterkandidat Bodo Jakob und Parteichef Klaus Becker.
Wollen Burscheid aufblühen lassen (v.l.): SPD-Fraktionschef Dieter Müller, Bürgermeisterkandidat Bodo Jakob und Parteichef Klaus Becker.

Wollen Burscheid aufblühen lassen (v.l.): SPD-Fraktionschef Dieter Müller, Bürgermeisterkandidat Bodo Jakob und Parteichef Klaus Becker.

Barbara Sarx

Wollen Burscheid aufblühen lassen (v.l.): SPD-Fraktionschef Dieter Müller, Bürgermeisterkandidat Bodo Jakob und Parteichef Klaus Becker.

Burscheid. Die Burscheider SPD hat am Donnerstagabend die Übernahme der Amtsgeschäfte im Rathaus nach der Kommunalwahl angekündigt. "Wir freuen uns auf den Wahlsieg", erklärte Klaus Becker.

Der Parteivorsitzende lieferte gleich auch die erhofften Stimmenzuwächse dazu: "Wir wollen eine Steigerung von 30 Prozent erzielen" - auch in den Ratsmandaten wolle man von jetzt 9 auf 12 klettern. Und das alles unter einem Bürgermeister namens Bodo Jakob.

Becker räumte ein, dass für diese Visionen auch das "bunte Treiben der CDU" nicht unerheblich sei. "Das spielt uns natürlich in die Karten." Baggeler und Caplan seien angesichts der "zerstrittenen Lager" dahinter "kommunalpolitische Notlösungen".

Mathematische Grundlage für den Optimismus der SPD sei dies aber nicht. "Es mag der Eindruck entstehen, die SPD würde sich zurücklehnen. Aber wir wissen um die Verpflichtung für den Bürger. Wir bereiten uns sorgfältig auf die Übernahme der Amtsgeschäfte vor."

Während einer Klausurtagung am Wochenende habe sich die SPD-Spitze deshalb auf sieben Eckpunkte verständigt, damit, so Bodo Jakob, "trotz der prekären Lage kein Stillstand aufkommt".

Unter Jakob solle Burscheid zur "familienfreundlichsten Stadt im Kreis" werden - mit einem 1. Kindergartenjahr ohne Beiträge und einer ehemaligen Bahntrasse als Radweg. "Das wird eine tolle Sache", wenn sonntags dort alle mit ihren Rädern unterwegs seien.

Unter dem Stichwort "Politik für Jung und Alt" wolle man ein Mehrgenerationenhaus errichten lassen. Auch in die Bereiche Integration und Bildung müsse investiert werden. Und in die Infrastruktur: Statt einer "innerstädtischen Ortsumgehung" wolle man die Verkehrsprobleme jedoch mit Kreisverkehren in den Griff bekommen.

Und statt neuer Erschließungen auf der grünen Wiese wolle die SPD vorhandene Gebiete ausbauen. Veränderungen haben die Sozialdemokraten auch in der Innenstadt vor. Die Glasbäume an der Hauptstraße sollen verschwinden, forderte Jakob. "Wir müssen wieder einen richtigen Markt haben." Die Hilgener sollen auf der einstigen Bahntrasse einen Veranstaltungsplatz bekommen.

Zum Stichwort Haushalt fordert die SPD eine "interkommunale Zusammenarbeit". Zu erwartendes Geld aus dem Konjunkturpaket in einer Größenordnung zwischen 2,8 und 4 Millionen Euro will die SPD "direkt investieren" - in Schulen und Sportanlagen.

"Kommunalpolitische Innovation" lautet schließlich ein Punkt, bei dem mit den Bürgern in einem Ideenforum neue Projekte angestoßen werden sollen: beispielsweise zur Förderung von Urlaubsmöglichkeiten. Jakob: "10 Prozent aller neuer Arbeitsplätze entstehen im Tourismus - auch in Burscheid."

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer