Wählerbündnis stellt sein Programm vor und reagiert verhalten auf das Werben der SPD.

Burscheid. Das Bündnis für Burscheid (BfB) reagiert auf das Liebeswerben der SPD nur bedingt erfreut: "Die Rolle einer umgarnten Braut ist ganz nett", sagte Bürgermeisterkandidat Michael Baggeler bei der Vorstellung des BfB-Wahlprogramms. "Aber niemand sollte darauf spekulieren, dass wir uns einspannen lassen, weil wir irgendwelche Rachegefühle ausleben wollen."

Unter dem Slogan "Burscheids Zukunft gestalten statt Mangel verwalten" umfasst das Programm zwölf Punkte. Man habe, so Baggeler, dabei auf "Luftschlösser" verzichtet und sich an "realistischen Chancen" orientiert.

Im Zentrum steht das Zentrum: Es soll zur Visitenkarte werden. Das BfB befürwortet einen autofreien Bereich zwischen Kirchenkurve und Luisenstraße und sieht dort den Schwerpunkt bei Wohnen und Gastronomie, aber nicht mehr beim Einzelhandel. Der Markt soll wieder auf den Marktplatz, die "Burscheider Bäume" erhalten bleiben.

Die weitere Entwicklung Hilgens und die Stadtentwicklung generell gehören ebenfalls zu den Eckpfeilern des Programms. Im Bereich Sport und Kultur setzt das BfB Fragezeichen bei den Städtepartnerschaften mit Egg und Bourscheid: Burscheid investiere viel, "aber es kommt zu wenig zurück", sagt Baggeler. Partnerschaften mit ost- oder südeuropäischen Städten versprächen mehr Austausch und Fördergelder.

Am Montagabend soll das Wahlprogramm auf der Mitgliederversammlung des BfB zusammen mit den Wahlkreiskandidaten und der Reserveliste verabschiedet werden. Dann ist es auch im Internet zu finden.

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