Der jüngste Nachwuchs bei den Elefanten des Kölner Zoos ist nur sechs Tage alt geworden. Eine Nabelschnur hatte sich unbemerkt entzündet.

Elefanten-Nachwuchs im Kölner Zoo
Der kleine Elefantenbulle "Kitai" (im Bild) kam am 8. Juni im Kölner Zoo zur Welt. Ein wenige Tage jüngeres Jungtier musste jetzt eingeschläfert werden.

Der kleine Elefantenbulle "Kitai" (im Bild) kam am 8. Juni im Kölner Zoo zur Welt. Ein wenige Tage jüngeres Jungtier musste jetzt eingeschläfert werden.

Henning Kaiser

Der kleine Elefantenbulle "Kitai" (im Bild) kam am 8. Juni im Kölner Zoo zur Welt. Ein wenige Tage jüngeres Jungtier musste jetzt eingeschläfert werden.

Köln. Der Kölner Zoo trauert. Der jüngste Nachwuchs bei den Elefanten ist nur sechs Tage alt geworden. Der noch namenlose Bulle musste am Sonntag eingeschläfert werden. Das teilte der Zoo am Montag mit. Zoodirektor Theo B. Pagel: "Wir waren am Sonntagnachmittag alle sehr überrascht von der Wendung und sind sehr traurig.“  

Ein kurzes und einigermaßen trauriges Leben ist damit zu Ende gegangen: Erst am vergangen Montagmorgen war das Tier geboren worden - allerdings war niemand bei der Geburt dabei. Weder Mutter noch andere Herdenmitglieder waren bei dem Jungtier, als es von Zoomitarbeitern entdeckt wurde. Die vier Tage vor Betreuer legten sich ins Zeug, um das offensichtliche Desinteresse von Mutter "Kreeblamduan"  zu brechen und sie für ihr Junges zu gewinnen. Dafür wurden beide Tiere in den Innenbereich des Elefantenparks gesperrt, wurden  24 Stunden am Tag von zwei Tierpflegern beaufsichtigt. Mit Erfolg: Die Mutter ließ das Jungtiert regelmäßig trinken. Die Kontaktsperre zu den anderen  Elefanten wurde allmählich aufgehoben.

Am Sonntagnachmittag aber wurde der kleine Elefanten plötzlich sehr schwach und bekam Durchfall. Zoo-Tierärztin Dr. Sandra Langer, das Tierfpleger-Team und Direktor Pagel entschieden sich, das Tier einzuschläfern. Grund: Eine Nabelschnur hatte sich entzündet, die bis zu diesem Zeitpunkt nicht entdeckt worden war. Sandra Langer erklärte: "Das Jungtier wird in die Tier-Pathologie gebracht. Wir wollen feststellen, was darüber hinaus hinter der Schwäche steckt und ob möglicherweise zusätzlich noch etwas entdeckt wird, das wir von außen nicht erkennen konnten. Denn es ist ungewöhnlich, dass sich anfänglich kein Elefant der Herde richtig gekümmert hat.“ Das Ergebnis der Untersuchung soll binnen 14 Tagen vorliegen.

Der Kölner Zoo ist einer der erfolgreichsten deutschen Zoos in punkto Elefantenhaltung und -aufzucht, sie verläuft bereits in zweiter Generation. Im Elefantenpark leben ausschließlich asiatische Elefanten, hier  wuchsen bereits zehn Elefantenjungtiere auf. Erst am 8. Juni war  Bulle "Kitai" geboren worden. (Red)

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