Kölner Stadtarchiv
Trümmer liegen in Köln an der Stelle, an der sich das eingestürzte Historische Stadtarchiv befand. Die juristische Aufarbeitung droht zu scheitern. (Archivfoto vom 04.03.2009).

Trümmer liegen in Köln an der Stelle, an der sich das eingestürzte Historische Stadtarchiv befand. Die juristische Aufarbeitung droht zu scheitern. (Archivfoto vom 04.03.2009).

Oliver Berg

Trümmer liegen in Köln an der Stelle, an der sich das eingestürzte Historische Stadtarchiv befand. Die juristische Aufarbeitung droht zu scheitern. (Archivfoto vom 04.03.2009).

Köln. Als das Kölner Stadtarchiv am 3. März 2009 einstürzte, kamen zwei Menschen zu Tode. Die Staatswalwaltschaft Köln ermittelt gegen 94 Personen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Körperverletzung und der Baugefährdung. Die Frage: Gab es Fehler beim U-Bahn-Bau, die letztlich dazu führten, dass eine unterirdische Wand eine schadhafte Stelle hatte – ein Loch, durch das tonnenweise Erdreich in die Baustelle geschwemmt wurde, was dem benachbarten Archivgebäude den Boden wegspülte.

Im Rechtsausschuss des Landtags gab Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) am Mittwoch einen Zwischenbericht: Weil ein Sachverständigengutachten zur Unglücksursache nicht vorliege, könne es noch keine Entscheidung der Staatsanwaltschaft über ein Anklage geben. Die Zeit drängt, es droht Verjährung – wenn nämlich bis zum 2. März 2019 kein Urteil vorliegt. (PK)

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer