Politiker tritt gegen die parteilose Henriette Reker an.

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Der Kölner SPD-Vorsitzende Jochen Ott will am 13. September neuer Oberbürgermeister in Köln werden.

Der Kölner SPD-Vorsitzende Jochen Ott will am 13. September neuer Oberbürgermeister in Köln werden.

dpa

Der Kölner SPD-Vorsitzende Jochen Ott will am 13. September neuer Oberbürgermeister in Köln werden.

Köln. Die Kölner SPD zieht mit dem Landtagsabgeordneten Jochen Ott in den Oberbürgermeister-Wahlkampf und will so den drohenden Machtverlust gegen das Bündnis aus CDU, Grünen und FDP verhindern. „Ich bin ganz sicher, wir können diese Wahl gewinnen“, sagte Ott am Sonntag nach seiner Nominierung. Dass die Grünen, die im Moment im Stadtrat mit der SPD koalieren, seine Gegnerin Henriette Reker unterstützen, nahm Ott gelassen. Im Rat der größten NRW-Stadt sollten die Verhandlungen für eine Fortsetzung der rot-grünen Koalition dennoch weitergehen, sagte er.

Er ist Lehrer und gehört seit 1992 der SPD an

Der 40-jährige Ott kündigte an, er werde für ein „soziales und wirtschaftlich starkes Köln“ kämpfen. Die Entscheidung liege nun nicht bei den Parteien, sondern beim Wähler. „Die Parteien machen ein Angebot – und wir haben das bessere.“ Die Wahl ist am 13. September, der derzeitige SPD-OB Jürgen Roters tritt nicht mehr an.

Der Pädagoge gehört der SPD seit 1992 an und ist auch schon länger Ratsmitglied in Köln. Ott gilt als bestens vernetzt in der Millionenstadt und gehört unter anderem mehreren Aufsichtsräten an. 2004 wurde Ott Mitglied des Stadtrates. Mit der Landtagswahl 2010 entschied er sich, aus der Politik einen Beruf zu machen und ließ sich als Lehrer beurlauben. Sein Ratsmandat legte er zeitweise nieder, seit 2014 ist er im Rat wieder dabei. Der gebürtige Porzer – er wurde ein halbes Jahr vor der Eingemeindung geboren – wohnt heute im Stadtteil Nippes, ist verheiratet und hat drei Töchter.

Bei der SPD machten der Chef der Ratsfraktion, Martin Börschel, und der Parteivorsitzende Jochen Ott unter sich aus, wer am 13. September ins Rennen geht. Börschel und Ott waren die einzigen Bewerber bei der SPD. „Beide haben erklärt, nicht gegeneinander anzutreten“, sagt Partei-Geschäftsführer Frank Mederlet. dpa/howa

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