100 Einsatzkräfte löschen Großbrand an der Kölner Straße in Opladen. Polizei hat Ermittlungen zur Ursache aufgenommen.

In einem Laden im Erdgeschoss war das Feuer ausgebrochen.
In einem Laden im Erdgeschoss war das Feuer ausgebrochen.

In einem Laden im Erdgeschoss war das Feuer ausgebrochen.

Die weißen Kunststoffplatten der Außenfassade des Hauses an der Kölner Straße wurden durch das Feuer zerstört.

Bild 1 von 2

In einem Laden im Erdgeschoss war das Feuer ausgebrochen.

Leverkusen. Dramatische Bilder hat es bei einem Großeinsatz der Feuerwehr in der Nacht zu gestern in Opladen gegeben. Dort sind bei einem Großbrand am frühen Montagmorgen acht Feuerwehrleute verletzt worden. Mehrere der Verletzten schwebten zeitweise in Lebensgefahr. Durch eine Rauchgasvergiftung wurde zudem zwei Bewohner des Hauses verletzt.

Das folgenreiche Feuer war gegen 3.15 Uhr in einem Ladenlokal mit einem Textilgeschäft an der Kölner Straße ausgebrochen, über dem sich mehrere Wohnungen befinden. Zunächst retteten die Einsatzkräfte drei Bewohner aus dem brennenden Haus, darunter auch einen jungen Mann, der im Hinterhaus des verwinkelten und langgestreckten Gebäudes lebte, und der mit Leitern aus seiner Wohnung befreit wurde.

Die Opfer wurden im Treppenhaus von der Explosion überrascht

Als die Feuerwehrleute nach einer vierten Bewohnerin suchten, die vermisst wurde, kam es zu dem folgenschweren Unglück: „Unsere Einsatzkräfte waren in vier Trupps im Treppenhaus unterwegs als es zu der explosionsartigen Durchzündung kam. Dabei wurden die Mitarbeiter an den Extremitäten teils schwer verletzt“, berichtet der Chef der Berufsfeuerwehr, Hermann Greven.

Die acht Verletzten sind zwischen 20 und 47 Jahre alt. Sie gehören teils der Berufs- und teils der Freiwilligen Feuerwehr an. Insgesamt waren 100 Wehrleute aus dem gesamten Stadtgebiet alarmiert worden. Drei der Verletzten konnten inzwischen das Krankenhaus verlassen. Die anderen wurden wie die beiden verletzten Bewohner stationär aufgenommen. „Teilweise mussten die Feuerwehrleute wegen der sehr schweren Verletzungen in Spezialkliniken wie in Duisburg und Köln aufgenommen werden“, sagt Greven.

Alle beim Einsatz Beteiligten seien durch die Geschehnisse an der Kölner Straße schwer belastet worden. „Alle werden psychologisch von PSU-Teams betreut, die teilweise auch aus der gesamten Region hinzugezogen worden sind“, erklärt Greven. Einen Einsatz mit so vielen Verletzten Mitarbeitern habe es in den vergangenen Jahren nicht gegeben. „Es gab vor 20 Jahren fast an der gleichen Stelle und in der gleichen Jahreszeit einen Einsatz mit vier verletzten Kollegen“, erinnert sich der Feuerwehrchef.

Was die Brandursache angeht, konnte die Polizei noch keine Angaben machen. „Zunächst mussten wir das Ende der Löscharbeiten abwarten. Danach hat ein Statiker der Bauaufsicht das Gebäude auf Einsturzgefahr untersucht. Erst danach können unsere Ermittler in das Gebäude“, sagt Hans-Dieter Hoesfeld, der in Leverkusen die Polizei leitet. Man habe aber bereits mit der Befragung begonnen.

Gefunden wurden von den Einsatzkräften im Gebäude mehrere Gasflaschen. Die fatale Durchzündung ist wohl laut Feuerwehr entstanden, als der Brandherd durch ein zerborstenes Fenster oder durch eine geöffnete Tür kontakt mit Sauerstoff bekam.

In Opladen kam es am Montagmorgen zu massiven Verkehrsbehinderungen, da unter anderem die Kölner Straße längerfristig werden musste. Auch mehrere Buslinien der Wupsi mussten wegen der Sperrung umgeleitet werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer