Köln (dpa). Die Kölner Polizei fahndet nach einem Mann, der in einem Baumarkt Chemikalien gekauft hat, aus denen man eine Bombe herstellen könnte. Der bisher nicht identifizierte  Mann habe, so berichtete die "Bild"-Zeitung,  ine verdächtige Menge an Ammoniumnitrat gekauft. Er stamme vom Aussehen her aus dem Nahen Osten, teilte die Polizei am Dienstag mit und bestätigte damit eine Vorab-Meldung der Zeitung. Ein Mitarbeiter des Baumarktes in Pulheim bei Köln hatte die Polizei informiert, allerdings erst am Tag darauf.

Ein Polizeisprecher wollte nicht von einem «Terrorverdächtigen» sprechen. Es sei nicht gesichert, dass die üblicherweise für Reinigungszwecke gedachten Chemikalien tatsächlich für ein explosionsfähiges Gemisch verwendet werden sollten. Mit Blick auf die aktuelle Sicherheitslage nehme die Polizei die Sache jedoch sehr ernst.

Die Sprecherin des Festkomitees Kölner Karneval, Sigrid Krebs, stellte klar, dass der Rosenmontagszug aus ihrer Sicht nicht gefährdet sei. «Wir haben keinen Grund, den Kölner Rosenmontagszug abzusagen», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. «Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Fahndung und dem Karneval. Das bestätigt uns die Polizei.»

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