Tausende Kurden wollten am Samstag in der Kölner Innenstadt demonstrieren. Doch daraus wird nichts. Die Polizei hat den Aufmarsch verboten.

Kurden-Demo gegen türkische Militäroffensive
Bereits vor zwei Wochen demonstrierten die Kurden in der Kölner Innenstadt.

Bereits vor zwei Wochen demonstrierten die Kurden in der Kölner Innenstadt.

Marius Becker

Bereits vor zwei Wochen demonstrierten die Kurden in der Kölner Innenstadt.

Köln. Am Freitagnachmittag hat der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob eine kurdische Demonstration, die am Samstag durch die Innenstadt führen sollte, verboten. Der Verband der NAV-DEM wollte zwischen 13 und 17 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Ebertplatz starten und anschließend zum Roncalliplatz ziehen, heißt es im Bericht der Polizei. Die öffentliche Sicherheit sei bedroht, deshalb schließlich die Absage an den kurdischen Dachverband.

Bereits vor zwei Wochen fand eine Demonstration mit mehr als 20.000 Kurden statt. Verbotene Öcalan-Fahnen wurden gehisst und führten schließlich zum frühzeitigen Ende der Kundgebung. Die Polizei hatte außerdem mit Randalierern vor dem Hauptbahnhof zu tun und es kommt zum Einsatz von Pfeffersprach.

Auch in Düsseldorf scheiterte die Anmeldung einer Kurden-Demo. Hier wollten 5.000 bis 10.000 Menschen am Karnevalssamstag demonstrieren. Genau an dem Tag, wo in der Landeshauptstadt traditionell der Kinderumzug durch die Straßen zieht. Der Veranstalter zog die Anmeldung jedoch bereits am Donnerstagvormittag zurück. red

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